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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schnellspanner


Marco Appel
06.01.2010, 18:02
Habe gestern auch mal wieder was gebastelt.

Teile für einen Schnellspanner

Muß jetzt noch die Achse und die Fetsstellmutter drehen..

Gewicht je nach Achsen zwischen 30 und 40 Gramm der Satz.

Die beiden Teile wiegen zusammen knappe 8 Gramm.

coparni
06.01.2010, 18:28
Cooles Projekt. Bin gespannt! :daumen:

Mr.Hyde
06.01.2010, 18:41
Dito!

Domme02
06.01.2010, 18:44
bin aufs ergenbis gespannt!!
Ist mal was anderes neben Carbonkäfigen und CO.

divergent!
06.01.2010, 19:10
sehr fein. schön daß ihr alle eure fräsen und drehmaschinen anstellt. dann kann ich ja noch hoffnung haben auf schöne aluteile.

@marco: ist dein postfach voll? hatte dir nochmal wegen eloxieren geschrieben.

coparni
06.01.2010, 19:12
Ideal wäre ne laminierte Carbonachse. Einen Carbonstab einzukleben, geht leider nicht so tolle.

Fuchs
06.01.2010, 19:23
das mit dem carbonstab einzukleben hatte doch unser papst schon gemacht und auch erfolgreich getestet wenn ich mich nun recht entsinne

coparni
06.01.2010, 19:33
Kriegt man sicherlich funktionierend hin. Glaube aber, dass es mit laminieren besser geht.

Mr.Hyde
06.01.2010, 19:46
Bei Schnellspannern ist es wohl am einfachsten, einfach UD-Stäbe einzukleben. Bei Spannachsen würde ich das nicht machen, da würde ich auch was laminieren für.

coparni
06.01.2010, 19:54
Hab schon Spannachsen mit UD-Stäben gemacht. Die halten die Torsion nicht aus. Bei Schnellspannern wird das nicht das Problem sein.

Das Problem sehe ich auf der Gewindeseite. Da hat es mir mal Steigung für Steigung das aufgeklebte Gewindeteil runter gezogen. Wenn du den Stab dünner wählst damit das Gewindeteil mehr Wanddicke hat, wird die Klebefläche deutlich kleiner. Deswegen meine ich, dass eine formschlüssige Verbindung besser ist. Die muss aber laminiert werden.

Mr.Hyde
06.01.2010, 20:01
Formschluss kannst Du vergessen, die Kohle hält die Flächenpressung nicht aus. Und es kommt massenhaft Schub ins Laminat.

coparni
06.01.2010, 20:06
Muss nur großflächig genug sein. Zusätzlich wird auch geklebt, ist klar.

Mr.Hyde
06.01.2010, 20:19
Maximal zulässige Flächenpressung für FKV ca. 150N/mm². Zusätzliche Klebung macht die Konstruktion uneindeutig und damit kaum noch gescheit berechenbar. Ist machbar und senkt die Beanspruchung in beiden Bereichen, wenn sie ausgeführt würden ohne den jeweils anderen Sicherungspart, aber man kann nicht sagen, wie sich der Kraftfluss aufteilt. Vermutlich bleibt das meiste am Formschluss hängen, weil der steifer sein dürfte als die Verklebung.

Fuchs
06.01.2010, 20:26
glaub der papst sagte was von 2kvadratcentimter klebefläche in seinen spannern. aber irgendwie ist mir so als wären sie just spannachsen und keine schnellspanner gewesen.

müsste übrigens UD stäbchen gewesen sein

Mr.Hyde
06.01.2010, 20:31
Waren Spannachsen mit UD-Stab. 2cm² Klebefläche reichen aber wirklich nur gerade so, das ist ca. Sicherheit 1,2-1,5, wenn man eine Klemmkraft von 5000N annimmt, die auch im Fahrbetrieb nicht wächst. Normalerweise führt man Klebungen mit einer sicherheit von ca. 2-3 aus, weil die Prozesssicherheit beim Kleben so eine Sache ist. Allerdings sind 3-4cm² Fläche natürlich nur mäßig gut zu realisieren bei so kleinen Durchmessern.

Fuchs
06.01.2010, 23:24
ich suchs dir mal raus :)

coparni
07.01.2010, 05:07
2,2cm² Klebefläche hat man wenn man einen 3,5mm Stab in ein 2cm-Stück einklebt.

Lediglich 1,89cm² hat man wenn man einen 3mm Stab nimmt.

Was dickeres kann man aber fast nicht nehmen, da das M5-Gewinde einen Kerndurchmesser von 4,2mm hat, was eine Wandstärke von max 0,5mm bedeuten würde. Man braucht ja noch etwas Luft für den Kleber.

Deswegen finde ich ja einen Formschluss besser. Der muss halt großflächig sein was bei so einem kleinen Bauteil schwierig wird. Oder man lässt die Fasern über ein Inlay laufen. Auch schwierig das unter zu kriegen.

Eine "Lösung" wäre wohl ein Feingewinde. Das hat einen geringeren Kerndurchmesser. Damit wäre zumindest mal die Wanddicke des aufgeklebten Gewindes größer.

Tuner
07.01.2010, 05:16
Was für ein verrücktes Gewinde kommt denn auf die Achsen wenn du so einen gewaltigen Exzenter fertigst?

Stefan

Quarkwade
07.01.2010, 07:34
Was nimmt den der Uli Fahl bei seinen U20-Spannern?

RealNBK
07.01.2010, 13:33
Das bietet sich doch erst wirklich bei den 15mm Achsen an. Da ist noch Potential im Markt und in der Gewichtsangelegenheit. Bei den Schnellspannern gibts doch schon längst alles in jeder Gewichtsklasse. Was man da rausholen kann ist doch ein feuchter furz. Trotzdem finde ich solche Projekt geil weil man sich so schön seine eigenen Gedanken machen kann für jedes noch so kleines detail.

Fuchs
07.01.2010, 13:45
man könnte doch ein 3mm ud stab nehmen. ihn in aluminium hülsen verkleben und dann darüber ein 45grad gewebe laminieren. sollte dann ja wesentlich mehr verbindungsfläche haben und sogar etwas torsion aufnehmen können.

@realnbk...die spanner die der papst gemacht hatte lagen bei 12g fürs rennrad. sind also immerhin 5g im vergleich zu den tune dinger.

Mr.Hyde
07.01.2010, 14:14
Carbon-Alu-Carbon würde ich nicht machen, besser das +-45° direkt auf den Stab. Problem nur: Bekomm mal Gewebe ordentlich um einen 3mm-Stab drapiert, wird kniffelig. Aber es gibt ja Flechtschläuche, leider ist der 2mm von Siltex (erhältlich ab 50m oder so) nicht mehr für 3mm passend, und der 5mm hat dann schon einen viel flacheren Winkel als +-45°.

Edit: Bei Velopopes Spannern waren aber so fiese Absätze an den Enden, hat er da noch mal was geschrieben, wie die sich langfristig verhalten haben? Mich würde interessieren ob das dauerhaft hält...

Fuchs
07.01.2010, 14:50
mit carbon-alu-carbon war ja mein gedanke das man so an verbindungsfläche gewinnt. das hätte man ja verloren wenn man das gewebe direkt auf den ud stab legt.

wegen der fiesen absätze hatte er damals nichts weiter gesagt wenn ich mich recht entsinne aber da die spanner ja nur auf zug (und natürlich torsion) belastet werden sollte da ja keine gefahr sein. oder meinst du die absätze die er in den stab gemacht hat? da frag ich mich auch ob es nicht sinnvoller gewesen wäre einen schmaleren stab zu benutzen oder unterstützen die nicht mit eingeklebten fasern?

Mr.Hyde
07.01.2010, 15:03
Man hat mehr Klebefläche, ja, aber die bringt nicht so viel, weil die +-45°-Schicht von dem Zug der auf der Achse ist nicht viel abbekommt. Zum einen ist sie weniger Steif in Axialrichtung, sodass sie daher weniger Spannung auf sich zieht, und zum anderen hat sie deutlich weniger Querschnittsfläche, wodurch der Traganteil noch mal sinkt. Außerdem hat man dann drei dünne Lagen unterschiedlicher Steifigkeiten übereinander, nicht so prall was steifigkeitsinduzierte Kerbwirkung angeht.

Marco Appel
07.01.2010, 16:51
@ Lass dich überraschen.

Du weißt doch um so größer das Loch, umso weniger wiegts- hehe