Michael
25.03.2011, 10:44
Die deutsche Fahrrad-und Fahrradteileindustrie hat im Jahr 2010 rund 2,22 Mio. Fahrräder und außerdem eine große Anzahl an Fahrradteilen, -komponenten und -zubehör produziert.
Damit liegt die Fahrrad-Produktion im Jahr 2010 in etwa auf dem Niveau des Jahres 2009 und belegt, dass "Qualität made in Germany" weiterhin gefragt ist. Der durchschnittliche Produktionswert ist im Vergleich zum Vorjahr um ca. 7 Prozent auf 306 €/Stück gestiegen. Verantwortlich für diese positive Entwicklung ist zum einen der höhere E-Bike Anteil wie auch das gestiegene Qualitätsbewusstsein auf Seiten der Verbraucher. Insgesamt wurden im Jahr 2010 Fahrräder und E-Bikes im Wert von rund 680 Mio. € in Deutschland produziert. Die anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union sind mit 48,4 Prozent Anteil an den Importen nach Deutschland weiterhin sehr wichtige Importpartner. Diese Stellung konnte im Jahr 2010 leicht ausgebaut werden. Importe aus Asien sind mit einem Anteil von rund 49 Prozent auf dem Niveau des Jahres 2009 geblieben. Mit einem Gesamtwert von rund 557 Mio. € wurden im Jahr 2010 rund 6 Prozent höhere Importwerte generiert als im Jahr 2009 (528 Mio. €). Dies ist umso erfreulicher, weil die Stückzahl der importierten Fahrräder im Jahr 2010 um knapp 2,7 Prozent auf 2,71 Mio. Stück gesunken ist.
Verantwortlich für die Steigerung des Importwertes sind vor allem die deutlich höheren Preise für E-Bikes. Diese haben auch dazu geführt, dass der durchschnittliche Wert eines nach Deutschland importierten Fahrrades um 6,2 Prozent auf 206 €/Stück gestiegen ist (im Jahr 2009: 194 €/Stück). "Qualität made in Germany" ist besonders bei unseren Nachbarn aus den EU-und EFTA-Staaten gefragt, wohin knapp 94 Prozent aller Exporte im Jahr 2010 gingen. Obwohl der Exportanteil seit 3 Jahren bei rund 1 Mio. Stück pro Jahr liegt, konnte der durchschnittliche Exportwert pro Fahrrad im gleichen Zeitraum um 27,5 Prozent auf 352 €/Stück im Jahr 2010 gesteigert werden. Das E-Bike und das gestiegene Qualitätsbewusstsein der Verbraucher haben auch beim Export dazu geführt, dass trotz mengenmäßiger Stagnation der Gesamtwert der exportierten Fahrräder und E-Bikes um rund 21 Prozent gegenüber dem Jahr 2009 auf 359 Mio. € im Jahr 2010 gesteigert werden konnte. Von besonderer Bedeutung für die deutsche Fahrrad-und Fahrradteileindustrie ist jedoch die sogenannte Inlandsanlieferung (Inlandsproduktion + Import -Export). Also jener Wert, der angibt, wieviele Fahrräder tatsächlich im deutschen Markt verblieben
sind.
Auch hier gibt es erfreuliches zu berichten. Mit einem Plus von 0,4 Prozent ist die Inlandsanlieferung im Jahr 2010 gegenüber dem Jahr 2009 auf 3,9'1 Millionen Stück gestiegen. Der Anteil aus deutscher Produktion konnte um 2 Prozentpunkte auf 42 Prozent gesteigert werden, was ein weiteres Indiz für die Nachfrage nach "Qualität made in Germany" ist. Mit rund 4,01 Millionen verkauften Fahrrädern im Jahr 2010 ist die Menge nahezu konstant geblieben, und der rückläufige Trend der letzten Jahre konnte gestoppt werden.
Neben der weiterhin wachsenden Nachfrage nach höherwertigen Fahrrädern hat der steigende E-Bike Anteil zu einem Anstieg des durchschnittlichen Verkaufspreises geführt. Der Gesamtumsatz mit Fahrrädern lag mit einem Plus von 1,7 Prozent bei 1,84 Mrd. Euro und damit leicht über Vorjahresniveau. Der durchschnittliche Verkaufspreis im Jahr 2010 betrug rund 460 €/Stück. Der Anteil der über den Fachhandel verkauften Fahrräder konnte im Jahr 2010 auf 69 Prozent gesteigert werden. Ein Wert, der deutlich zeigt, dass es der FahrradFachhandel geschafft hat, in einem schwierigen Umfeld mit Qualitäts-und ServiceAngeboten weiter zu punkten. Rund 80 Prozent aller im Jahr 2010 verkauften Fahrräder waren gemäß der StVZO ausgestattet.
Dieser Wert steigt seit einigen Jahren an und zeigt, dass die Rolle des Fahrrades als Grundlage für eine umweltfreundliche, gesunde und individuelle Mobilität in der Bevölkerung angekommen ist. Ob in der Freizeit, im Alltagsverkehr oder auf dem Weg zur Arbeit -die Fahrradnutzung steigt kontinuierlich. Daher geht der ZIV davon aus, dass sich der deutsche Fahrrad-, Fahrradteile-und -komponenten Markt auch im Jahr 2011 positiv entwickeln wird. Getragen wird diese positive Einschätzung von dem sich aufhellenden Konsumklima und dem bisher schönen Vorfrühlingswetter.
Der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) ist nationale Interessenvertretung und Dienstleister für die deutsche und internationale Fahrradindustrie. Ein großer Teil der rund 80 Mitgliedsfirmen ist im Bereich der Produktion und des Imports von Fahrrädern, E-Bikes, Fahrradteilen, -komponenten und -zubehör tätig.
Quelle: ZWEIRAD-INDUSTRIE-VERBAND E. V.
Damit liegt die Fahrrad-Produktion im Jahr 2010 in etwa auf dem Niveau des Jahres 2009 und belegt, dass "Qualität made in Germany" weiterhin gefragt ist. Der durchschnittliche Produktionswert ist im Vergleich zum Vorjahr um ca. 7 Prozent auf 306 €/Stück gestiegen. Verantwortlich für diese positive Entwicklung ist zum einen der höhere E-Bike Anteil wie auch das gestiegene Qualitätsbewusstsein auf Seiten der Verbraucher. Insgesamt wurden im Jahr 2010 Fahrräder und E-Bikes im Wert von rund 680 Mio. € in Deutschland produziert. Die anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union sind mit 48,4 Prozent Anteil an den Importen nach Deutschland weiterhin sehr wichtige Importpartner. Diese Stellung konnte im Jahr 2010 leicht ausgebaut werden. Importe aus Asien sind mit einem Anteil von rund 49 Prozent auf dem Niveau des Jahres 2009 geblieben. Mit einem Gesamtwert von rund 557 Mio. € wurden im Jahr 2010 rund 6 Prozent höhere Importwerte generiert als im Jahr 2009 (528 Mio. €). Dies ist umso erfreulicher, weil die Stückzahl der importierten Fahrräder im Jahr 2010 um knapp 2,7 Prozent auf 2,71 Mio. Stück gesunken ist.
Verantwortlich für die Steigerung des Importwertes sind vor allem die deutlich höheren Preise für E-Bikes. Diese haben auch dazu geführt, dass der durchschnittliche Wert eines nach Deutschland importierten Fahrrades um 6,2 Prozent auf 206 €/Stück gestiegen ist (im Jahr 2009: 194 €/Stück). "Qualität made in Germany" ist besonders bei unseren Nachbarn aus den EU-und EFTA-Staaten gefragt, wohin knapp 94 Prozent aller Exporte im Jahr 2010 gingen. Obwohl der Exportanteil seit 3 Jahren bei rund 1 Mio. Stück pro Jahr liegt, konnte der durchschnittliche Exportwert pro Fahrrad im gleichen Zeitraum um 27,5 Prozent auf 352 €/Stück im Jahr 2010 gesteigert werden. Das E-Bike und das gestiegene Qualitätsbewusstsein der Verbraucher haben auch beim Export dazu geführt, dass trotz mengenmäßiger Stagnation der Gesamtwert der exportierten Fahrräder und E-Bikes um rund 21 Prozent gegenüber dem Jahr 2009 auf 359 Mio. € im Jahr 2010 gesteigert werden konnte. Von besonderer Bedeutung für die deutsche Fahrrad-und Fahrradteileindustrie ist jedoch die sogenannte Inlandsanlieferung (Inlandsproduktion + Import -Export). Also jener Wert, der angibt, wieviele Fahrräder tatsächlich im deutschen Markt verblieben
sind.
Auch hier gibt es erfreuliches zu berichten. Mit einem Plus von 0,4 Prozent ist die Inlandsanlieferung im Jahr 2010 gegenüber dem Jahr 2009 auf 3,9'1 Millionen Stück gestiegen. Der Anteil aus deutscher Produktion konnte um 2 Prozentpunkte auf 42 Prozent gesteigert werden, was ein weiteres Indiz für die Nachfrage nach "Qualität made in Germany" ist. Mit rund 4,01 Millionen verkauften Fahrrädern im Jahr 2010 ist die Menge nahezu konstant geblieben, und der rückläufige Trend der letzten Jahre konnte gestoppt werden.
Neben der weiterhin wachsenden Nachfrage nach höherwertigen Fahrrädern hat der steigende E-Bike Anteil zu einem Anstieg des durchschnittlichen Verkaufspreises geführt. Der Gesamtumsatz mit Fahrrädern lag mit einem Plus von 1,7 Prozent bei 1,84 Mrd. Euro und damit leicht über Vorjahresniveau. Der durchschnittliche Verkaufspreis im Jahr 2010 betrug rund 460 €/Stück. Der Anteil der über den Fachhandel verkauften Fahrräder konnte im Jahr 2010 auf 69 Prozent gesteigert werden. Ein Wert, der deutlich zeigt, dass es der FahrradFachhandel geschafft hat, in einem schwierigen Umfeld mit Qualitäts-und ServiceAngeboten weiter zu punkten. Rund 80 Prozent aller im Jahr 2010 verkauften Fahrräder waren gemäß der StVZO ausgestattet.
Dieser Wert steigt seit einigen Jahren an und zeigt, dass die Rolle des Fahrrades als Grundlage für eine umweltfreundliche, gesunde und individuelle Mobilität in der Bevölkerung angekommen ist. Ob in der Freizeit, im Alltagsverkehr oder auf dem Weg zur Arbeit -die Fahrradnutzung steigt kontinuierlich. Daher geht der ZIV davon aus, dass sich der deutsche Fahrrad-, Fahrradteile-und -komponenten Markt auch im Jahr 2011 positiv entwickeln wird. Getragen wird diese positive Einschätzung von dem sich aufhellenden Konsumklima und dem bisher schönen Vorfrühlingswetter.
Der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) ist nationale Interessenvertretung und Dienstleister für die deutsche und internationale Fahrradindustrie. Ein großer Teil der rund 80 Mitgliedsfirmen ist im Bereich der Produktion und des Imports von Fahrrädern, E-Bikes, Fahrradteilen, -komponenten und -zubehör tätig.
Quelle: ZWEIRAD-INDUSTRIE-VERBAND E. V.