PolyTube Cycles – Ein Erfahrungsbericht

April 6, 2011 by  
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Nach unserer Vorstellung von PolyTubes Cycles im Februar, haben wir uns entschlossen diese Reparatur-Möglichkeiten selbst zu testen und ließen einen defekten Giant TCR Advanced ISP bei PolyTube Cycles anliefern. Was genau mit dem Giant gemacht wurde, erklärt Geschäftsführer Kevin Steegmann in den nachfolgenden Zeilen selbst.

Reparatur des Rahmens: Nach Erhalt des Rahmen und ggfs. der Gabel werden diese auf optische Schäden untersucht. Danach wird das Rahmenset in eine Prüfvorrichtung eingespannt und die Steifigkeitswerte werden ermittelt.

Bild 1: Rahmen in Prüfvorrichtung für Spursteifigkeit

Im gezeigten Bild wird die Sprusteifigkeit ermittelt. Die hintere Ausfallenden werden festgehalten während die vorderen nach links und rechts mit einer definierten Kraft gezogen werden. Gemessen wird die Auslenkung, diese sollte sich in einen bestimmten Bereich bewegen. Anschließend wird die schadhafte Stelle genauer untersucht und erkennbare Risse vermessen.

Bild 2: Oberrohrschaden im Detail

Auf dem Bild nicht zu erkennen, aber es sind 2 Risse. Oberhalb dem Maßband von 0 – 34 mm und unterhalb von 42 – 87 mm. Jetzt wird Klarlack, Topcoat (oberste Harzschicht) und Laminierharz bis zur Carbon abgeschliffen.

Bild 3: Abgeschliffenes Oberrohr

In diesem Bild gut zu erkennen die verschiedene Lack- und Harzschichten. Nun kommt es auf das Feingefühl an. Schicht für Schicht werden die einzelne CF Schichten, in immer enger werdenden Umkreis um den Riss abgetragen. Jede Schicht ist etwa 0,15 mm dick.

Bild 4: Gewebe- Gelegeschichten

Die nun sichtbaren Schichten sind von links nach rechts 2×2 Köpergewebe (kosmetische Sichtschicht), -45° UD, +45° UD und 0° UD. Die 0° UD (unidirectional Gelege) sorgt für die Aufnahme der Zugkräfte. Die -+ 45° UD sorgen für die Torsionssteifigkeit und verteilen die wirkende Kräfte über die gesamte Oberfläche.

Bild 5: Kurze CF-Fasern erhöhen die Haftung.

Harz wird auf die freigelegte und gesäuberte Wunde aufgetragen. Eine dünne Schicht kurze Fasern wird im Umkreis des Risses aufgetragen und einmassiert. Die Faser dringen dadurch in den Riss hinein und umschliessen die Rissenden. Da sie auch teilweise nach oben stehen, dringen sie auch in die erste Faserschicht ein und verbessern die Schereigenschaften.

Bild 6: 2. Schicht UD-Gelege

Jetzt werden die Schichten einzeln wieder aufgebaut. Oben die 2. Schicht deckt bereits die erste 0° Schicht ab.

Bild 7: 3. Schicht CF

Bild 8: Aufbringung einer Opferschicht

Um eine möglichst gleichmäßige Übergang zu erzielen wird eine Opferschicht aufgebracht. Die oberste Schicht wird nach Aushärtung größstenteils weg geschliffen.

Bild 9: Abreissgewebe über der laminierten Stelle

Bild 10: Eine Lochfolie lässt überflüssiges Harz durch

Bild 11: Saugflies nimmt überflüssiges Harz auf und stellt eine gleichmäßiges Vakuum sicher

Bild 12: Vakuum wird in luftdichter Folie gezogen

Der Rahmen wird in eine luftdichten Folie hinein getan und unter Vakuum gestellt. Das stellt eine blasenfreies und gut verdichtetes Laminat sicher. Das ganze bleibt min. 24 Std. so.

Bild 13: Kosmetische Gewebeschicht

Nachdem die geschädigte Stelle Repariert wurde, kommt eine dünne kosmetische Schicht auf das Oberrohr. Diese Schicht trägt sehr wenig zur Stabilität bei. Sie soll nur der Oberfläche die Umgebung angleichen. Jetzt wird der sog. Flash weggeschliffen. Flash nennt man das Harz, dass sich verdickt in den Falten der Vakuumbeutel an der Oberfläche sammelt. Zwei weitere dünne Schichten Harz werden aufgetragen. Die erste wird wieder größtenteils weggeschliffen und soll Unebenheiten ausgleichen. Um die Reparatur-Leistung zu bewerten werden abschließend wieder Steifigkeitsmessungen in der Prüfvorrichtung gemacht. Fallen diese positiv aus, ist die Reparatur abgeschlossen. Normalerweise würden jetzt mehrere Klarlackschichten aufgetragen werden. So erzeugt man eine sehr glatte, optisch ansprechende Oberfläche. Dies war jedoch vom Auftraggeber nicht erwünscht.

Bild 14: reparierter Rahmen seitlich

Bild 15: reparierter Rahmen

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei Kevin Steegmann für die gute Arbeit. Was nun im Detail aus dem Rahmen geworden ist, kann man im bereits dem ein oder anderen bekannten Thread im Light-Bikes Forum nachverfolgen.

How to pimp your XTR…

Januar 7, 2011 by  
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…oder besser noch: Wie reduziere ich das Gewicht eines Shimano XTR Shadow Schaltwerks auf deutlich unter 100 Gramm, ohne dabei die Optik aus dem Auge zu verlieren. Unser Haustuner Stefan hat sich im Rahmen seines Rewel-Aufbaus dieser Aufgabe angenommen. Herausgekommen ist folgendes Ergebnis:

tuner xtr

Zum Vergleich – die Serienversion RD-M972 hat mit seinen 180 Gramm deutlich mehr auf den Rippen:

Shimano RD-M972

Alles weitere zum Tuning im Aufbau-Thread im Light-Bikes Forum.

Black is beautiful – 3.76kg!

Oktober 6, 2008 by  
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Seite

Ein Rad in seiner Ganzheit nach den eigenen Vorstellungen und Maximen auf die Räder zu stellen, ist sicherlich der Wunsch eines Großteils unserer Leserschaft. Eine immer wieder neue Zusammenstellung von Großserienkomponenten mag interessant sein und durch den immerwährenden Fortschritt auch erleichtern, aber um einen wirklich Unterschied zu machen, bedarf es größerer Anstrengungen. Gute Kontakte zu Herstellern, ein Sinn für Funktionalität und nicht zuletzt einen gewissen Grad an Verrücktheit machen hier den Unterschied. Nachdem Günter Mai auf der Eurobike mit der letzten Ausbaustufe seines Rades die Grenze von 3 Kilogramm durchbrochen hat, wirft nun Nils Wiedemann seinen Hut in den Ring und präsentiert seine Vorstellung des perfekten Rennrads mit dem SL, dass trotz – oder gerade wegen – der Nichtverwendung von Farbe auffällt. weiter…

Bremshebelschellen Avid Juicy Ultimate

März 8, 2008 by  
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Einmal halten bitte! Aus Kohlefaser-Rovingen wurden diese minimalistischen Hebelschellen gewickelt. Anschließend wurden sie noch mit Klarlack überzogen.

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Mit einem Gewicht von 0,9 und 0,8g sind die Originalteile mit 3,75g ca. 400% schwerer, obwohl die Grundabmessungen identisch sind. weiter…

Magura Durin – Tuning

Februar 20, 2008 by  
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Vor geraumer Zeit stellten wir Euch die neue Magura Durin MD80 vor und berichteten ebenfalls von den ersten Eindrücken. Nun möchten wir euch von meinen Umbaumaßnahmen berichten. weiter…

Selfmade in Perfektion – Praxis…

November 16, 2007 by  
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In “Selfmade in Perfektion – Teil II” stellten wir die Stützenklemmschelle von Michael, alias Charliemike vor. Wenige Tage später hielt ich mein Exemplar der Schelle in den Händen und war einfach nur begeistert:

P1010127

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Schlangenbändiger – Zugführungen

November 1, 2007 by  
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Neulich kam ein Freund auf mich zu und fragte ob ich ihm nicht einen Tipp geben kann wie er an seinem Scott Scale noch ein paar Gramm schinden kann.

Scott-Zugfuehrungen

Schnell fiel mir die durchgehende Bremshülle auf und mir war klar, dass soetwas an einem so teuren und noblen Rahmen nicht sein darf. Da sich in Scott unter dem Oberrohr Gewindebuchsen befinden, kam ich auf die Idee leichte Zuganschläge zu drehen. Lediglich 1,3g wiegen die kleinen Schlangenbändiger und sparen etliche Centimeter Zughülle. Vorallem aber passt dann die Zugführung auch zum Rahmen.
Diese Aluwinzlinge können aber nicht nur als Anschlag für die Zughülle ausgeführt werden, sondern natürlich auch als Führungen z.B. für die Hydraulikleitung der Scheibenbremse. Farblich kann man aus dem kompletten Eloxalspektrum wählen – sie sollen ja zum Rad passen…

“Leichtbauer Allerlei”

Oktober 30, 2007 by  
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Heute möchte ich euch meine modifizierte Schmolke SL Stütze präsentieren. Sie wurde für ein Fahrergewicht von 85kg hergestellt (ich wiege 74kg), hat eine nutzbare Länge von 230-250mm und eine Gesamtlänge von 345mm. Ihr ursprüngliches Gewicht lag bei 138g. Einige leichte Zutaten sind für unser “Leichtbauer Allerlei” von Nöten, um das Gewicht zu reduzieren.

lb7.jpg weiter…

Selfmade in Perfektion – Teil II

Oktober 2, 2007 by  
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Michaels Selfmade-Künste haben wir schon in der Vergangenheit ausführlich vorgestellt. Nun legt er mit einigen Kleinteilen fürs Rad nach, die in Sachen Verarbeitung ihres Gleichen suchen…

Sattelklemme 31 8mm Bild 1

Eine 6.4 Gramm schwere Sattelklemme für 31.8mm Sattelrohre.

Sattelklemme 31 8mm auf Waage weiter…

Shimano DuraAce Black ultralight

Juli 19, 2007 by  
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Nachdem Sebastian Roth ein Campagnolo Record Schaltwerk unter 120 Gramm getunt hat, geht er nun einen Schritt weiter. Als Basis dient ein Shimano DuraAce RD-7800 Schaltwerk, welches er in mühevoller Kleinstarbeit auf leichte 107.3 Gramm abgespeckt hat. Und wie schon beim Record Schaltwerk – sehr ansehnlich!

Sw1

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Selfmade in Perfektion

Mai 8, 2007 by  
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In den heimischen Garagen und Kellern wird wieder einmal kräftig gebastelt. Dass dabei so mancher Edelschrott produziert wird, versteht sich von selbst. Aber ab und an erblicken wahre Schmuckstücke das Licht der Öffentlichkeit. So auch diesmal: Eine selbstentwickelte Sattelstütze nahe an der Perfektion, welche sich nicht vor den gängigen AX-Lightness und Schmolke Stützen zu verstecken brauch. Neben dem reinen Gewicht rückten auch konstruktive Gesichtspunkte, wie die Verstellergonomie, eine angepasste Wippe für 8mm Kohlefaser/Aramid-Sattelgestelle und andere wichtige Aspekte für den Erbauer in den Mittelpunkt.

CFK Selfmade Seatpost

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94.6 Gramm – Xtreme light!

Februar 8, 2007 by  
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Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Schallmauer von 100 Gramm für Selfmade-Schaltwerke fallen sollte. Nun ist es also soweit. Das erste Serienschaltwerk, welches durch meist extreme Umbaumaßnahmen unter die hundert Gramm gedrückt wurde. Und das mehr als deutlich!

XTR 94_5

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Campagnolo Record Black Ultralight

Januar 14, 2007 by  
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In Zusammenarbeit mit Stefan – unserem passionierten Redaktionsbastler – hat Sebastian Roth ein Campagnolo Record Schaltwerk mit absolut unglaublichen 119.6 Gramm zusammengestellt. Zum Vergleich: Ein Original Schaltwerk wiegt ca. 185 Gramm! Dabei wirkt dieses Schaltwerk äusserlich fast unbearbeitet. Stefan lieferte die Drehteile für dieses ausgefallene Projekt. Sebastian ging es dabei hauptsächlich darum ein Schaltwerk unter 120 Gramm zu bauen. Im Einzelnen wurden folgende Arbeitsschritte durchgeführt:

Record1

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Was Leichtes für die Seele

November 14, 2006 by  
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Biker sind Genussmenschen – das ist klar!

Natürlich genießt man da nicht nur auf dem Trail, sondern sucht auch sonst im Leben nach dem gewissen Etwas. Bei mir ist das zumindest auch beim Kochen so. Warum sollten also ungebrauchte Naben irgendwo verstauben, wenn man daraus auch kleine Helfer für die Küche bauen kann? Natürlich gab es sowas schon, aber doch recht teuer und, wie ich finde, emotionslos, da man mit den Naben nichts verbindet.

Hier also die zerstreuten Zwei, die mit ihrer scharfen Füllung immer da sind wenn man sie braucht. ;)

die zerstreuten Zwei

Campa vs. XT – der Bruder des 118g-Schaltwerks

Oktober 24, 2006 by  
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Ich habe lange getüftelt und überlegt um einen leichten Umwerfer für MTBs zu bauen.

Am MTB kann man oft keine Rennradumwerfer benutzen, weil der Schaltzug von oben kommt. Somit fallen Rennradumwerfer aus. Ich probierte also einen XT Umwerfer leichter zu bauen, was auch gelang. Nur stellte mich das Gewicht von 90g nicht zufrieden. Als dann 83g auf der Waage angezeigt wurden, sah das Stahlleitblech fürchterlich aus.
(Ein Schweizer Käse ist kein Vergleich – der schmeckt zu gut ;) )

Folglich musste etwas anderes gebaut werden. Wieder einmal war es Marco der mir den Schlüssel lieferte. Ich kam auf die Idee seinen Campagnolo Record Umwerfer zu zerlegen und zu testen, ob ich die Leitbleche aus Carbon und Alu an einen Shimano XT Downswing/Toppull Umwerfer bauen kann. Ich staunte nicht schlecht, denn mit wenigen Veränderungen geht das!

Also musste ich mir nur noch die Leitbleche der Campa CT-Version besorgen, ein paar Bolzen drehen, alle anderen Aluteile so weit es (optisch vertretbar) möglich ist erleichtern und alles zum Eloxieren schicken. Die CT-Version ist wichtig um am MTB bei (20) 22-32-44 Zähnen fahren zu können.

Das Resultat ist ein Zwitter aus den Konkurrenten Campagnolo und Shimano mit schlanken 70g und einem erstaunlich geschmeidigen Schaltverhalten.

Prädikat: Renntauglich!

Umwerfer1

 

Umwerfer2

Schalthebel delight

Oktober 4, 2006 by  
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Man nehme einen Unterrohr Schalthebel von BTP und schleife ihn noch ein wenig passend. Raus kommt ein Hebel, der nur noch durch komplettes Weglassen leichter werden kann. Sebastian hat selbigen für sein Scott CR1 – an dem bis dato ein Aluhebel das Schalten übernahm – nochmals optimiert.

BTP Hebel

BTP Hebel

SID Extrem

Oktober 2, 2006 by  
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5000 Gramm Hardtail, 7000 Gramm Fully und 4000 Gramm Rennrad. Kurz gesagt, die Welt des Heinz Wittmann. Seit er sich vor knapp 2 Jahren im Leichtbau Forum der IBC registrierte, zeigt er in regelmässigen Abschnitten, was leichtbautechnisch möglich ist! Sein neuestes Projekt: Eine Rock Shox SID der Ausbaustufe EVOII:

Rock Shox SID Gabeln werden seit der Markteinführung meist jedes Jahr ein wenig schwerer. Das es auch anders herum geht, zeigt mal wieder dieser Umbau der Extraklasse:

Rock Shox SID

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Campagnolo leicht gemacht

September 27, 2006 by  
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Es gibt Tage, da passieren unscheinbare Dinge die der Beginn etwas ganz bedeutenden sind. So etwas geschah vor einigen Wochen bei mir. Ich erhielt ein Päckchen mit einen Campa Record Schaltwerk und dem passenden Umwerfer mit der Bitte dieses Pärchen so leicht wie möglich zu machen. Allerdings sollten die Komponenten absolut alltagstauglich bleiben und es sollte die Linie von Campa nicht verändert werden. Also begann ich Ideen zu entwickeln und Zeichungen zu machen, die das Design nicht verändern aber möglichst viel Gewicht sparen. Bald lief die Drehbank heiß und der Eloxierer bekam einiges zu tun. Immer wieder kamen mir neue Ideen, was man noch verändern können. Da kann man als Tuner froh sein, wenn der Eigentümer der Teile einem freie Hand lässt und voll vertraut. Danke Marco!!
Herausgekommen ist dieses Pärchen mit 58 Gramm bzw. 142 Gramm.

Geht es leichter? Ja klar, aber dann wird es windig und das war nicht das Ziel!

Campagnolo Record

Schaltwerk: 142 Gramm
Umwerfer: 58 Gramm

Ihr wollt es also genauer wissen? Nun gut.
Hier nun eine kurze Auflistung der Veränderungen:

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Selfmade Titan Kassette

Juni 15, 2006 by  
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Kassetten aus Aluminium sind zwar recht leicht, haben aber einen gravierenden Nachteil: Die Haltbarkeit solcher, meist aus einem Block Aluminium gefrästen Ritzelpakete, liegt auf einem erschreckend niedrigen Niveau. Auch wenn es immer wieder einige Verfechter solcher Komponenten gibt, die meinen man könnte locker 8.000km damit fahren (sehr oft aus rein wirtschaflichem Interesse!) zeigt einem ein Selbstversuch doch sehr schnell ein anderes Ergebnis.
Daher sind Titankassetten somit meist der beste Kompromiss aus Verschleissverhalten und Gewicht. Aber leider auch mit weit über 200€ mehr als doppelt so teuer, als Vergleichbare aus Aluminium oder schnödem Stahl.
Was macht daher der findige Leichtbauer? Genau! Er schreibt schnell ein NC-Programm und wirft die kellereigene 5-Achsfräsmaschine an. ;)
So ähnlich war es wahrscheinlich auch im Fall des Betreibers der Website lightweight-mtb.com, der sich über die Kerbwirkung manch Großserien – Produkte aufregte. Rausgekommen ist eine Kassette mit 168Gramm bei einer 9fach Abstufung von 12-23. Nicht extrem leicht, aber dafür nun mal einteilig! Und Zahnausfall wie bei Alukassetten dürfte es so schnell auch nicht geben…

Selfmade Titan Kassette

Ein Hauch Alu – minimalistische Einstellschrauben

April 26, 2006 by  
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In einer unglaublich langweiligen Vorlesung kam mir die Idee die Einstellschrauben der Züge an meinem Rad noch leichter zu machen.

Einstellschrauben

Herausgekommen ist ein Satz Schrauben, der wohl kaum leichter sein könnte.
Gerade mal 3g wiegen 4 Schrauben mit M5 Gewinde!

Einstellschrauben

Eventuell folgt eine Titanversion!
Danke also an Prof. … für diese unglaublich inspirativen Vorlesungen ;-)

Umwerfer – auf die leichte Art

Februar 12, 2006 by  
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Nachdem mein Schaltwerk (120g) letztlich leichter war als mein alter Shimano XT Umwerfer, war es dringend nötig sich Gedanken zu machen, wie ich nun der Umwerfer leichter gemacht werden kann, OHNE das die Funktionalität leidet.

Als erstes habe ich den Shimano XT Umwerfer von 2002 komplett zerlegt, jedes Teil mit der Feile und der Flex bearbeitet und dann fein verschliffen. Als nächstes waren die Stahlbolzen dran. Sie wurden durch Aludrehteile ersetzt. Jetzt wo alle Aluteile fertig waren, hat sie mein Eloxierer noch ansehenlich gemacht.

Der weit schwierigere Teil war die “Erleichterung” der Leitbleche. Das Äußere war noch recht fix aus Carbon geschliffen. Die Kette schleift jedoch nicht nur am Carbon, sondern größtenteils an den Rest des alten Leitblechs aus Stahl.

Das innere Leitblech habe ich auch Titan Grade 5 zugeschnitten und dann mit Sicken und Stufen versehen um die Schaltpräzision zu erhöhen. Nach vielen Versuchen entstand die verbaute Version.

Mit dem Gewicht von 82g bin ich fast zufrieden, aber die Schaltpräzision ist noch einen Hauch von der gewöhnten Shimanoperformance entfernt. Diese Lücke wird aber geschlossen!

Im gleichen Zug werden noch Carbonteile am Umwerfer und am Schaltwerk verbaut. Das Gewicht wird also weiter sinken!

Hier nun das Resultat:

Tuner-Umwerfer

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