absoluteBLACK Centerlock Bremsscheibe

Januar 27, 2012 by  
Abgelegt unter Aktuelle News, Light - Bikes, Mountainbike

Seit einigen Wochen gibt es eine leichte Bremsscheiben-Alternative für alle Centerlocknaben aus dem vereinigten Königreich. absoluteBLACK nennt sich die Firma aus dem kleinen Woburn, nördlich von London, die mit den etwas unter 100 Gramm leichten Rundlingen den Anspruch auf die leichteste Centerlock-Bremsscheibe erhebt. Zum Vergleich: Shimanos XTR Serie wiegt rund 30 Gramm mehr.

IMG 1539

Wir haben uns ein Exemplar mit dem dazugehörigen 5,4 Gramm leichten Lockring zuschicken lassen, um zu sehen ob diese auch im harten MTB-Alltag bestehen. Die Waage bei unserer Testscheibe bleibt schon bei 90,8 Gramm stehen. Angegeben sind die Raven SL Modelle mit 95 Gramm. Eine Gewichtsbeschränkung für den Fahrer gibt es auch. 90kg bei ambitionierten Cross Country Einsatz und 105kg für den Freizeitbiker. Unser Exemplar liegt ob dem geringen Eigengewicht eine Beschränkung von maximal 75kg zu Grunde!

IMG 1528IMG 1529

Der Spider aus 7075 T651 Aluminium wurde nach einer FEM-Analyse um alles “unnötige” Material erleichtert und mittels Titanschrauben mit der 1,7mm starken, aggressiv ausgelaserten und chromlegierten, nichtrostenden Vergütungsstahl-Scheibe verbunden.

IMG 1545

Erhältlich sind derzeit nur 160mm SL Varianten und eine 105 Gramm schwere Ausführung mit mehr “Bremsfläche”, eine 140 und 180mm Version ist in Planung. Ebenfalls in Planung sind ISO-Scheiben aus Titan mit nur 40 Gramm Gewicht in der 140mm Version und 49 Gramm in 160mm. Aber: aufgrund der geringeren Wärmeleitfähigkeit heizen sich Titanscheiben schneller auf als Stahlscheiben und stellen daher unserer Meinung nach keine Alternative zu Stahlscheiben dar.

IMG 1538IMG 1537

Der Preis für beide Scheiben Versionen Raven und Raven SL liegt bei 161 Euro für die 160mm Ausführung, zuzüglich nochmals 18,50 Euro für den Lockring. Bestellbar direkt über die Webseite von absoluteBLACK.

IMG 1534

In den nächsten Wochen wird unser Redakteur Stefan die kleine Scheibe in die Mangel nehmen und an dieser Stelle berichten ob diese dem Einsatz am Mountainbike gewachsen sind.

World’s best centerlock rotors from absoluteblack on Vimeo.

Specialized S-Works Toupe Carbon im Test

September 9, 2011 by  
Abgelegt unter Aktuelle News, Leichtbau, Light - Parts, Testberichte, Zubehör

“Unser leistungsstärkster Rennradsattel ” heißt es im Werbetext des Herstellers zu dem Topmodell aus der Body-Geometry Entwicklung
aber gilt das auch auf dem MTB? Unser Exemplar bringt 116g auf die Waage was bei den gepolsterten Sätteln schon als Leichtgewicht bezeichnet werden darf.

Sowohl das Gestell (7mm x 9mm) als auch die “mitflexende und stoßdämpfende” Sattelschale sind aus Carbon. Das Gestell ist im Bereich der Klemmung rau ausgelegt um ein rutschen des Sattels zu verhindern. Der minimalistische Bezug wird von Specialized “Micromatrix” genannt und soll besonders leicht und wasserfest sein. Die Verarbeitung unseres Exemplares macht generell einen hochwertigen Eindruck

wodurch der Sattel sehr edel wirkt. Zu bekommen ist der Sattel für 249 EUR in 130mm und 143mm Breite.

Bleibt nun nur abzuwarten wie sich der leistungsstärkste Rennradsattel im Alltag eines MTB’s bewährt.

Neues Ritchey WCS Cockpit

Juli 27, 2011 by  
Abgelegt unter Aktuelle News, Light - Parts, Rennrad

Eine Lenker-Vorbaueinheit mit dem Namen Carbon MonoCurve stellt Ritchey für 2012 vor

Das System besteht aus dem EcoCurve Bar und einem 120mm Carbonvorbau. Den Lenker wird es in 40, 42, 44cm Breite geben. Die 42er Version ist mit schlanken 353g angegeben.

Der Preis ist mit 479,50 Euro angegeben.

Aerozine Testpaket – pimp my AllMountain

Juli 4, 2011 by  
Abgelegt unter Aktuelle News, Light - Parts, Zubehör

Farbe am Bike ist nicht jedermanns Sache, allerdings kann mit ein paar Akzenten aus einer grauen Maus auch ein Paradiesvogel entstehen. Mit diesem Gedanken hat uns Bikeavenue ein Testpaket zusammengestellt:

complete

Im einzelnen besteht das Paket aus folgenden Teilen: einem Aerozine tapered Steuersatz mit 89g (ohne. Kralle, Kappe & Titanschraube: 72g):

headset

Einem Aerozine Low Riser in 31,8mm x 680mm der die Waage mit 224g belastet:

bar

Dem dazu passenden Vorbau mit 110mm Länge der auf den Namen XS1.0 hört und dank Titanschrauben 114g auf die Waage bringt:

stem

Und 106g leichten schraubbaren Griffen in 130mm Länge:

gribs

Weiter geht es mit der Aerozine XP1.2 Sattelstütze in 31,6mm x 350mm. Sie kommt ebenfalls mit Titanschrauben daher und wiegt 185g:

sp

Die zur Klemmung des Sattels gehörenden Teile wiegen im Einzelnen: Titanschrauben (mit Kugelköpfen und als Dehnschraube für max. 8.8Nm ausgelegt: 8.8g, Joke: 9.8g, Halbschale: 14g, Joch: 15g.

sphead

Die Stütze wird von einer 11g leichten HiTeMP42 Schelle in 36.0mm fixiert die ebenfalls eine Titanschraube besitzt und mit max. 5Nm angezogen werden darf.

spclamp

Zu guter Letzt wird die weiße Linie von einer knallroten Aerozine X12 Kurbelgarnitur mit Aluminiumwelle aufgelockert.

crankset

Die Kurbel wurde mit weißen HiTeMP42 Kettenblattschrauben aufgewertet und wiegt 698g. Die Abstufung ist 44/32/22 und das kleine Kettenblatt ist auch hier mit Titanschrauben befestigt. Wir sind selber gespannt wie eine solch geballte Farboffensive am Bike wirkt & wie sich die im Neuzustand optisch sehr ansprechende weiße Hochglanzlackierung nach einigen Geländeausritten bewährt.

POP-Products Sattelstütze im Test

Juni 19, 2011 by  
Abgelegt unter Aktuelle News, Light - Bikes, Light - Tech, Mountainbike

Wie bereits angekündigt sind die POP-Products Sattelstützen nun aus dem Entwicklungsstadium in die Serienproduktion übergegangen.

pop-post1

Der Hersteller verspricht ein bisher noch nicht dagewesenes Verhältnis aus Gewicht zu Stabilität. Daraus resultierend sind die Stützen bis zu einem Fahrergewicht von 100Kg auch uneingeschränkt für den Renneinsatz zugelassen. Um diesen Anspruch zu unterstreichen wurden die Stützen vor der Serienfreigabe durch Bike Test Aachen nach DIN EN 14766 geprüft. Nach bestandener Prüfung erfolgten Sicherheitsprüfungen nach härteren Kriterien, welche an der TU-Aachen (Prüfkriterien-Entwicklung: Prof.v.d.Osten Sacken) auf Stand von Wissenschaft und Forschung basieren.

raw

Unser Testexemplar hört auf den Namen POP-SP-C und kommt in 31,6mm x 380mm daher und wiegt 125g. Die Oberfläche des Rohres besticht durch eine unverwechselbar eigene und wie wir finden, äusserst schöne Optik in rohem UD.

pop-post-2

Die Beschriftung ist in diesem Fall per WHT Label aufgebracht, ein Laserlogo oder als “Purist” – ohne Logo ist ebenfalls möglich. Die Farben der Klemmteile entsprechen den Eloxalfarben der POP Farbpalette. Es wird die Stützen in folgenden Durchmessern geben: 30,9/ 31,6/ 34,9mm bei 355mm und 425mm Länge geben. Die Gewichte liegen hier bei ab 118g bis 154g. Eine Sonderstellung nimmt die 34,0mm Stütze in 195mm und 265mm für Trek Bikes ein. Die Gewichte liegen in dem Fall bei 88g bis 106g. Sonderwünsche in der Länge sind nach Absprache möglich.

pop-post-head

Die Titanschrauben der Klemmung verfügen über eine zum Joch passende Kugelform wodurch ein Verkanten verhindert wird. Die Stütze verträgt an der Sitzrohrklemmschelle ein maximales Anzugsmoment von 6Nm was i.d.R. weit mehr als ausreichend sein sollte.

pop-post-compl

Die Preise beginnen für die 34,0mm Variante bei 312,- Euro und für die oben genannten handelsüblicheren Maße bei 322,- Euro.

Auch wenn wir unterhalb des max. zulässigen Gesamtgewichts des Fahrers liegen werden wir unser Möglichstes tun um die Stütze artgerecht einzusetzen und zu fordern.

Cannondale Flash 29er Hi-MOD Carbon im Kurztest

Mai 30, 2011 by  
Abgelegt unter Aktuelle News, Mountainbike

Der 29er-Trend schlägt weiter hohe Wellen. Aber was ist dran an den großen Rädern? Unser Redakteur Marcus Kluth hatte die Gelegenheit ein Cannondale Flash 29er von Radsport Bomm für einige Tage über die Trails zu jagen.

flash1

Das Bike wiegt ohne die von uns angebrachten Pedale und den Flaschenhalter 9,23Kg (Größe Large ). Die Ausstattung entspricht weitestgehend der Serienausstattung, ausser XTR Schalthebeln, Schaltwerk

flashSW

und der bereits vorgestellten XT Bremsanlage.

xt2HR

Die übrige Ausstattung besteht aus Hügi / ZTR Arch Laufrädern mit 2,25″ Schwalbe Racing Ralph Bereifung und Cannondale Anbauteilen wie der Hollowgram SL Kurbel mit 39/26er Truvativ Kettenblättern,

flashBB

der SAVE Carbonstütze auf der ein Fizik Tundra2 thront, einer Lefty Carbon XLR OPI – mit dem Rock Shox Hydraulik-Lockout und einem durchgestyltem OPI Vorbau.

bar-drauf

Der erste Eindruck: Das bei diesem Bike gering ausfallende Sattel- Lenkerniveau zwingt den Fahrer in eine etwas aufrechtere Sitzposition was zunächst ungewohnt erscheint, sich im Laufe des Testzeitraums aber als angenehm herausstellt.

2

Die Kraftübertragung erschien subjektiv sehr direkt und effektiv, dennoch gab es immer wieder Gelegenheiten in denen das Flash gefühlt etwas träge auf Geschwindigkeit kam. Im Gegensatz dazu rollt das Flash im Gelände sehr weich und flüssig über Unebenheiten, die Lefty verrichtet mit ihren 90mm Federweg einen völlig unauffälligen Job der weder positiv noch negativ behaftet ist. Sie ist einfach da und macht was sie soll. Der Hydro-Lockout funktioniert als solches tadellos und läßt sich sehr leichtgängig einlegen.

armatur-re

Aufgrund der Anzahl der Befestigungsschellen und der räumlichen Gegebenheiten am Lenker war es uns leider nicht möglich den Lockout Hebel ergonomisch zu platzieren. Die Hand musste stets etwas vom Griff gelöst werden um den Lockout zu betätigen. Dem Spass im Gelände tat das aber keinen Abbruch denn sowohl die guten Rolleigenschaften als auch das neutrale Handling des Bikes luden stets dazu ein mit dem Gelände zu spielen.

1

Von der bereits erwähnten Trägheit bemerkt man nicht viel solange das Bike eine gewisse Geschwindigkeit hält – diese Tatsache spornt unweigerlich dazu an schnell zu fahren. Sehr positiv ist uns der 2×10 Fach Antrieb aufgefallen. Die Schaltsprünge der 11-36er Shimano XT Kassette ergeben in Verbindung mit dem 39er Blatt eine sehr angenehme Abstufung der einzelnen Gänge. Wir hatten nie das Gefühl eines zu großen Sprunges beim wechseln der hinteren Gänge. Der hintere XTR Wechsler verrichtet in Verbindung mit den XTR Rapidfire Schaltern gnadenlos präzise und geschmeidig seinen Dienst. An der Front werkelt ein Sram X9 Umwerfer der ebenfalls dafür sorgt, dass die Kette fast schon blitzschnell die Blätter wechselt.

xt-bar-li1

Über die Bremse gibt es unsere Eindrücke an anderer Stelle zu lesen. An dieser Stelle nur so viel: gewöhnungsbedürftig und brachial.

In Summe ist dieses 29er Flash eine Cross Country Maschine mit fast schon spielerischem Handling plus der Tendenz den Fahrer zum rasen zu animieren. Gemütliche Touren sind sicherlich auch möglich, spiegeln den grundsätzlichen Charakter dieses Bikes aus unserer Sicht aber eher nicht wieder.

flash2

Vielen Dank an Radsport Bomm für diese Gelegenheit.

Shimano XT 2012 – die Bremse im ersten Test

Mai 19, 2011 by  
Abgelegt unter Aktuelle News, Mountainbike

Wie bereits berichtet wird Shimano 2012 eine generalüberholte XT ins Rennen schicken. Wir haben seriennahe Prototypen der Trail Bremse erwischt & werden diese ein paar Tage auf Herz & Nieren testen.

rear

front

Die Vorderradbremse wiegt ungekürzt mit Sintermetallbelägen aber ohne Montagematerial und Scheibe 282g. Die Hinterradbremse nur ein wenig mehr. Die Befestigungsschrauben für die (aufklappbare) Lenkerschelle und ebenso die des Bremssattels -& das zumindest ist ungewöhnlich – benötigen einen 4mm Inbus.

VR-282g

Die Verwandschaft zur 985er XTR ist unverkennbar. Beim Blick in den Bremssattel fallen weiße Kolben auf.

Caliper

Uns drängt sich der Verdacht auf, dass es ein keramisches Material sein könnte. Ob sich das nun positiv auf die Zuverlässigkeit, Dauerhaltbarkeit & Funktion auswirkt muss die Zukunft dann zeigen. Unser Eindruck über die neue Disc folgt.

Van Nicholas Astraeus im Praxistest

Januar 24, 2011 by  
Abgelegt unter Aktuelle News, Rennrad

Nachdem wir vor einiger Zeit schon die Gelegenheit hatten ein Van Nicholas Tuareg Mountaibike zu testen, war es nun an der Zeit die Rennradsparte der Niederländer unter die Lupe zu nehmen.

IMG 3743

Optisch hebt sich das Astraeus deutlich von anderen Titanrahmen ab. Großvolumige, außenprofilierte Titanrohre aus Ti3AL2.5V geben dem Bike ein eigenständiges Äusseres. Dabei handelt es sich um Rohre die mittels Hydroforming, zu deutsch Innenhochdruckformung, in Form gebracht werden. Bei diesem Verfahren wird eine Wasser-Öl-Emulsion mit bis zu 3.000 Bar in ein geschlossenes Formwerkzeug eingebracht.

IMG 3749IMG 3751

Rund um das so profilierte Ober- und Unterrohr haben die Schweißer von Van Nicholas einen modern auftretenden Rahmen geschweißt. Abfallendes Oberrohr und 34.9mm Sattelrohr mit 31.6mm Innendurchmesser zeugen vom Versuch die klassischen Werte eines Titanrahmens mit den modernen Anforderungen am Markt zu verbinden.

IMG 3742

weiter…

Haibike Sleek und Greed im Langzeittest

Januar 2, 2011 by  
Abgelegt unter Aktuelle News, Mountainbike

Eine Saison lang haben wir zwei Mountainbikes der Firma Haibike über die heimischen Trails gejagt. Ein Hardtail GREED RC und ein Full-Suspension SLEEK in der Topversion RX boten die Ausgangsbasis für so manche interessante Tour.

haibike 074

Beide Bikes setzen auf HM-Kohlefaserrahmen mit vielen identischen Merkmalen. So bilden Pressfit-Innenlager, voluminöse konische Steuerrohre und ein massives Unterrohr die Ausgangsbasis für hohen Fahrspaß im Gelände. Das diese Features auch auf der Waage nicht zu sehr zu Buche schlagen beweist der Fullie-Rahmen Sleek mit einem Gewicht von 1660 Gramm (ohne Dämpfer) in der kleinsten erhältlichen Größe.

haibike 076

Komplettiert wurden beide Räder mit soliden 32 RLC FIT lockout Gabeln von Fox und Komponenten von Sram und Shimano.

haibike 089haibike 077

Das Greed mit 100mm Federweg an der Front setzt dabei auf einen Mix aus Shimano XT und Sram XO Teilen. DT Swiss M 1600 Laufräder und eine Avid Elixir CR Bremsanlage treiben das Gewicht des Hardtails auf stattliche 9.7 Kilogramm.

haibike 098haibike 085

Ganz anders beim Sleek Fully. Srams komplette XX Gruppe wurde hier mit DT Swiss Kohlefaser-Laufräder bestückt. Serienmässig mit DT Swiss XCR 1350 Carbon Laufräder ausgestattet, hatte man unserem Testbike kurzerhand die 1250er Variante spendiert. Das Gewicht liegt somit bei erfreulichen 9.25 Kilogramm. Gedämpft wird das Heck durch einen Fox RP 23 ProPedal Dämpfer, der letztlich 110 Millimeter zur Verfügung stellt.

haibike 094haibike 083

Den Kontakt zum Boden übernimmt bei beiden Bikes der Schwalbe Rocket Ron Reifen in 2.1er Breite.

haibike 079

Beide Räder steuert man mit Komponenten aus dem Hause Syntace. Im Falle des Sleek mit einem Duraflite-Lenker aus Kohlefaser. Vorbau: Syntace Force 109 – beim Sleek mit Titanschraubenkit.

haibike 090haibike 091

Auch in der Sitzzone wurde dem Sleek in der Ausstattungsvariante RX einen höherwertigen Selle Italia SLR Kit Carbonio mit Kohlefasergestell spendiert, das Greed kommt hier mit dem Selle Italia SLR XC aus. Beide Bikes verfügen über die hauseigene Kohlefaserstütze Haibike Flex-Post mit 31.6 mm Durchmesser.

haibike 088haibike 126

Beide Rahmenmodelle gibt es in drei verschiedenen Größen: 44, 49 und 53 cm. Im Preis gehen beide Bikes ebenfalls eigene Wege. Während man beim Hardtail mit rund 3200 Euro davon kommt, werden beim Topmodell der Full Suspensions schon gut 6000 Euro vom Konto gesaugt. Erfreulich – beim 2011er Modell mit Shimanos neuer XTR ist der Preis gleich geblieben. Einzig beim Hardtail werden 100 Euro mehr aufgerufen. Dafür gibt es nun eine Gabel von Magura und Laufräder von Crank Brothers.

haibike 111haibike 112

Fahreindruck: Während man das Hardtail schon mit einer aktiven Fahrweise zum Bewegen animieren muss, geht das Sleek RX wie die sprichwörtliche Axt im Wald zur Sache. Das geringe Gewicht und die sportliche Geometrie machen das Fully zu einem ehrlichen Racebike, das in jeder Situation nötige Reserven vorhält. Die XX-Gruppe von Sram mit ihrem racetypischen Übersetzungsverhältnis verrichtet auch nach vielen Kilometern treu ihren Dienst. Mit einer Ausnahme. Die am Testrad verbaute XX-Kurbeleinheit mit Q-Faktor 156mm machte sich schnell unbeliebt und schliff beim harten Antritt etwas an der rechten Kettenstrebe. Ein Wechsel auf den breiten Q-Faktor mit 164mm stellte dies Problem ab. Am Greed-Antrieb gab es indes nichts zu bemängeln. Großserienware von Sram und Shimano ist ein Garant für gute Funktion mit Langlebigkeitsfaktor, wenn auch mit reichlich Übergewicht.

haibike 121haibike 144

Einzig bei den DT Swiss XCR 1250, in der Serie XCR 1350, hat man ein etwas flaues Gefühl in der Magengrube wenn es denn mal etwas härter zur Sache geht. Kohlefaserfelgen im Gelände muss man erst einmal im Kopf sacken lassen, auch wenn die Saison gezeigt hat, dass dieses Misstrauen eher unbegründet erscheint. Ansonsten gibt es nichts zu mäkeln. Steifigkeit en masse, ein effizient arbeitender Hinterbau. Die verbauten Fox-Komponenten dämpfen zuverlässig allzu große Schläge auf den Fahrer und bieten eine Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten für die entsprechende Fahrertype.

haibike 141

Das Greed ist bedingt durch die etwas “gewichtsungünstigere” Komponentenaustattung, subjektiv gefühlt langsamer unterwegs. In der Ausstattungsvariante RX sollte dieser Eindruck aber gerade auf ausgesprochenen Hardtailkursen relativiert werden.

haibike 072haibike 073

Letztlich hat Haibike gerade mit dem Sleek ein ansprechendes Race-Bike konzipiert, das auch anspruchsvolle Kundschaft zufriedenstellen sollte. Geringes Gewicht, gepaart mit hervoragenden Fahreigenschaften bergab als auch bergauf und auch im Dauerbetrieb soliden Komponenten sollten dem Besitzer nicht nur eine Saison lang Spaß bereiten.

Simplon Pavo – Upgrade für 2011

November 15, 2010 by  
Abgelegt unter Aktuelle News, Rennrad

Der Klassiker aus Simplons Rennradserie bekommt für 2011 eine Frischzellenkur. Wir haben den weißen Österreicher ausführlich über den herbstlichen Asphalt getrieben.

B Nov 028

B Nov 094

B Nov 032B Nov 050

Eine der auffälligsten Änderungen zu den vergangen Jahrgängen ist die neue Gabel S9.1, die mit 295 Gramm in etwa identische Gewichtswerte wie die Vorgängerversion aufweist. Sie überzeugt in Sachen Steifigkeit trotz ihrem neuen, schlankeren Erscheinungsbild. Um etwaige Komfortgewinne aufzudecken, müsste man aber den direkten Vergleich zur “alten” S9 Habel suchen.

B Nov 033B Nov 045

Ebenfalls neu in der Weiterentwicklung der vermeintlichen Nummer Zwei aus dem Produktregal von Simplon, ist der Hinterbau, der nun wie das Simplon Serum ebenfalls mit gebogenen Sattelstreben ausgestattet ist und für einen erhöhten Komfort sorgen soll. Zudem sind die Kettenstreben in asymmetrischer Anordnung mit dem neuen Press-Fit Innenlager-Gehäuse verbunden. Anschläge aus Kohlefaser runden das Auftreten des rund 865 Gramm leichten Rahmens (Größe 56 in Carbon/silber) ab.

B Nov 034

B Nov 053B Nov 055

B Nov 036

B Nov 060B Nov 062

Auch in Sachen Simplon-Komponenten gibt es eine Neuerung. Die Simplon V-Rod Stütze wurde zur Mono-Rod. Bedeutet: Der Selle Italia SLR Sattel ist nun über eine einzige massive Kohlefaserschiene an die Stütze angeschlossen. Verstellmöglichkeiten in Winkel und horizontaler Ausrichtung übernehmen zwei kleine Inbus-Schrauben.

B Nov 048

B Nov 043B Nov 049

Mit den weiteren Komponenten wie zum Beispiel dem Syntace Racelite 2 Lenker mit passendem F109 Vorbau, der über einem Acros Ai-03 Steuersatz klemmt, der kompletten Sram RED in Kompaktausführung, bis hin zu den Mavic R-Sys Premium mit den neuen Schwalbe Ultremo ZX, steigt das Gesamtgewicht des Pavo auf sechs Kilogramm.

B Nov 070

Die Verarbeitung des Rahmens, insbesondere die Lackierung sind sauber ausgeführt. Der Rahmen wirkt mit der neuen schlankeren Gabel nochmehr aus einem Guss und besticht auch schon im Stand mit einer gewissen “Schnelligkeit”. Über die Funktion der Sram RED muss man auch bei diesem Testrad keine großen Worte verlieren. Die Schaltung wechselt zuverlässig die Gänge und bietet zudem ein gutes Gewichtverhältnis zur direkten Konkurenz aus Italien oder Japan.

B Nov 063B Nov 059

B Nov 058B Nov 051

B Nov 068

Fazit: Auf dem 5499 Euro teuren Simplon Pavo fühlt man sich auf Anhieb so richtig wohl. Die Geometrie stimmt einfach, ist sie doch nicht allzu sportlich gestreckt, eher als ausgewogen zu bezeichnen und damit auch für lange Touren geeignet. In Sachen Fahrdynamik gibt es auch nach vier Jahren, die die Pavo-Line nun von Simplon angeboten wird, nach wie vor nichts zu meckern. In jeder Situation fühlt sich das Pavo sicher an, Kurven können präzise angelenkt werden und auch Hochgeschwindigkeits-Passagen bergab lassen kein mulmiges Gefühl aufkommen – hier regeln die verbauten RED Bremsen fein dosierbar die nötige Bremskraft und bringen das Rad rechtzeitig zum stehen. Bergauf hat man durch das recht niedrige Gewicht leichtes Spiel, auch wenn sich hier noch einiges an Potential versteckt – das Rahmenset bietet hier eine soldie Basis für ein alltagstaugliches Leichtbau-Bike. Für Viele wird daher die Nummer Zwei aus dem Simplon Regal zur Nummer Eins avancieren…

Die Austattung unseres Testbikes in Größe 56cm:

Rahmen: HotMelt NanoCarbon, Triple Fusion Technik
Gabel: Simplon S9.1
Gruppe: SRAM Red
Sattel: Selle Italia SLR Carbon Flow Monolink
Sattelstütze: Simplon Mono-Rod
Steuersatz: Acros Ai-03, 1-1/8” Zero Stack
Lenkervorbau: Syntace F-109
Lenker: Syntace Racelite 2 Carbon
Laufräder: Mavic R-Sys Premium
Reifen: Schwalbe Ultremo ZX 700×23C

Ausstattungsvarianten Pavo
8 erhältliche Grundmodelle
PAVO Ultegra 20, 20C, 30
PAVO Dura Ace 20, 20C
PAVO Athena 22C
PAVO Chorus 22, 22C
PAVO Record 22C
PAVO Super Record 22C
PAVO Force 20C
PAVO Red 20, 20C

Farben:
Carbon / silber
Weiß / Carbon

Größen: 50 / 53 / 56 / 59 / 62 / 65 cm
Gewicht Rahmen: ca. 865g (RH 56 cm Carbon / silber)

Optionen PAVO
Laufräder nach Wahl
Sattel nach Wahl
Girls Edition
Vorbaulänge und –winkel nach Wahl
Anzahl Spacer
Verschiedene Flaschenhalter

Garantie
Rahmen: 4 Jahre Standard, 6 Jahre nach Registrierung + Crash Replacement bei Carbonrahmen, Komponenten 2 Jahre

NeilPryde Diablo – ein Surfbrett auf zwei Rädern

November 4, 2010 by  
Abgelegt unter Aktuelle News, Rennrad

NeilPryde, einigen sicher durch die Windsurfingszene bekannt, strebt nun auch auf den Fahrrad-Markt. Vierzig Jahre Erfahrungen im Wassersport sollen zukünftig auf die Straße gebracht werden. Dazu wurde DesignworksUSA, eine Tochter der BMW Group mit der Entwicklung beauftragt. Herausgekommen sind zwei Rennräder, die sich im höherpreisigen Seqment etablieren sollen und in Deutschland im Direktvertrieb über Finisher Sport in Hamburg erhältlich sind.

B Nov 001

Topmodell im NeilPryde Programm ist das Diablo, das wahlweise mit Shimanos Ultegra oder Dura Ace komplettiert werden kann. Das Basis-Set aus Rahmen, Gabel, FSA Steuersatz und Sattelstütze liegt preislich bei knapp über 2000 Euro. Mit Ultegra und Mavic Ksyrium Elite steigt der Preis auf rund 3400 Euro, mit Dura Ace und Ksyrium SL auf gut 4400 Euro. Wirh hatten die Gelegenheit das Diablo in einer veränderten Dura Ace-Konfiguration auf den heimischen Straßen zu testen.

B Nov 003B Nov 007

B Nov 023

Unser Testbike war mit Lightweight Obermayer von Carbonsports ausgestattet, die Naben und ein Speichenpärchen passend zur Rahmenfarbe lackiert. Ansonsten prägte Standard-Ware das Erscheinungsbild. Komponeten von Shimano, FSA und Selle Italia lassen das Gewicht, trotz der “Obis” deutlich über 6 Kilo steigen. (6.4 ohne Pedale). Optisch fällt der aus unidirektionalen Fasern gefertige Monocoque-Rahmen durch seine voluminöse Übergänge im Bereich des vorderen Rahmendreiecks auf. Das 1,1/8″ – 1,1/2″ Steuerrohr wird vom stark profilierten Unterrohr eingefasst, die Lackierung nimmt diese Form wiederum auf und ereicht dadurch einen interessanten Effekt, der das Diablo etwas vom marktüblichen Erscheinungsbild abhebt.

B Nov 012

B Nov 011B Nov 020

Was an der Front so harmonisch beginnt, setzt sich leider im Breich der Sattelstütze nicht fort. Man hat zwar auch hier an einen fliessenden Übergang zwischen Ober- und Sitzrohr gedacht und die Klemmung der Stütze optisch in den Rahmen integriert, aber darüber hinaus “nur” eine 27.2mm Stütze in den Rahmen verpflanzt, die den Gesamteindruck unserer Meinung nach empfindlich stört und etwas “abgehakt” wirkt. Hier wäre ein größerer Durchmesser von der Optik her sicher besser untergebracht.

B Nov 009

B Nov 014B Nov 013

Ansonsten setzt sich die Formensprache auch im Tretlagerbereich fort. Massive Übergänge treffen auf aerodynamische Ansätze.

B Nov 005

Zum Eindruck auf der Straße: Allein die montieren Obermayer-Laufräder machen das Rad schon zu einem extrem schnellen Trainingsgefährt. Der Rahmen präsentiert sich derweil ausreichend steif und lässt sich spielend durch enge Kurven zirkeln. Die Position des Fahrers ist als ausgewogen zu bezeichnen, auch auf längeren Touren mag so keine Langeweile aufkommen. Die verbauten Komponenten sind seitens Funktion über alle Zweifel erhaben und verrichten sorglos ihren Dienst.

B Nov 087

B Nov 076

B Nov 091B Nov 086

B Nov 008

B Nov 080

Fazit: Die Fahreigenschaften liegen alle weit im grünen Bereich, die Steifigkeit und der Komfort kommen nicht zu kurz. Kurzum, das Rad ist auf Vortrieb getrimmt, ohne dabei unangenehm zu wirken. Optisch sticht das Diablo aus der Masse hervor, muss sich aber beim Design der Sattelstützen-Integration Kritik gefallen lassen. Alles in allem ein zufriedenstellender Einstand der Surf-Profis im Bike-Sektor. Wir sind jedenfalls auf die Zukunft gespannt, das Marketing beherscht NeilPryde jedenfalls schon einmal hervorragend: Chestnuts Roasting…

Die Standard-Konfiguration im Detail:

RAHMEN
GRößE S, M, L, XL, XXL
RAHMEN NEILPRYDE DIABLO, High-mod Monocoque
GABEL NEILPRYDE DIABLO, Ganzcarbon-Monocoque
SATTELKLEMME NEILPRYDE DIABLO
SATTELSTüTZE FSA SLK, 27,2mm
STEUERSATZ FSA ORBIT CF40, Integrated 1 1/8″ – 1 1/2″

GRUPPE
UMWERFER SHIMANO DURA ACE 7900
SCHALTWERK SHIMANO DURA ACE 7900
VORDER- UND HINTERBREMSE SHIMANO DURA ACE 7900
SCHALTHEBEL SHIMANO DURA ACE 7900
KETTENRADGARNITUR SHIMANO DURA ACE 7900, 53/39
TRETLAGER SHIMANO DURA ACE 7900
KASSETTE SHIMANO DURA ACE 7900, 12-25
KETTE SHIMANO DURA ACE 7900

LAUFRADSATZ

LAUFRÄDER MAVIC KSYRIUM SL
REIFEN HUTCHINSON ATOM COMP, 700x23c

KOMPONENTEN

VORBAU FSA SLK, 6° 31,8mm
LENKER FSA SLK Compact, 31,8mm
SATTEL SELLE ITALIA SLR XP

TECHNISCHE DATEN

GEWICHT Komplett 6,75 KG
STEIFHEIT DES GABELSCHAFTS (RAHMEN) 90 Nm/°
TRETLAGERSTEIFIGKEIT (RAHMEN) 60 N/mm

Wer sich die NeilPryde Bikes einmal näher anschauen möchte, kann dies im Rahmen eines Demo Days bei Finisher Sport um Roger Tanner in Hamburg am 06. November 2010 tun. Ein Interview mit Roger findet man unter diesem Link.

Simplom Serum im Praxistest

Juli 28, 2010 by  
Abgelegt unter Aktuelle News, Rennrad

Schon vergangenes Frühjahr hatten wir die Gelegenheit das neue Serum von Simplon ausführlich unter die Lupe zu nehmen. 2009 auf der Eurobike vorgestellt, löst das Serum seit 2010 das Pavo als Topmodell ab. Die Entwickler vom Bodensee hatten ein hochgestecktes Ziel: Ähnliche Steifigkeitseigenschaften (Verwindungssteifigkeit, Antrieb) wie beim Modell Pavo bei besserem Fahrkomfort und reduziertem Gewicht. Für Simplon ist die Verwindungssteifigkeit schon beim Pavo mehr als ausreichend hoch, so wurde das Serum nicht in Richtung ultrasteifer Rahmen entwickelt, zumal die Vorarlberger diese Richtung als nicht Vorteilhaft für den Fahrer ansehen.

IMG 4095

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Das Serum erreicht ein Gewicht (Rahmen + Tretlager + Gabel + Steuersatz + Sattelstütze), das rund 265 Gramm unter dem des Pavo liegt.

IMG 4104

weiter…

Experimental Prototype Hellore II

Juni 28, 2010 by  
Abgelegt unter Aktuelle News, Light - Parts, Mountainbike

Etwas über drei Monate ist es her, dass wir die ultraleichten Alukettenblätter von Matthias Hellore einem Test unterziehen durften. Das Ergebniss war leider ernüchternd und zeigte Grenzen des Leichtbaus auf. So jäh das Ende des Tests war, so zuvorkommend und professionell war die Reaktion von Mattias Hellore: er sagte uns sofort einen Satz Titankettenblätter zu. Hellore-Ti1

Hellore-Ti1

Diese Titankettenblätter sollen deutlich stabiler und Aufgrund des Materials auch Verschleißärmer sein als die Kollegen aus Alu. Das Design der Titanblätter unterscheidet sich augenscheinlich kaum von dem der Alublätter. Beim Gewicht der Titanblätter erinnert man sich ebenfalls an das leichter Alublätter aus dem Zubehör: 44er – 68g, 32er – 29g und das 22er kommt auf 16g. Soweit die nackten Zahlen. Dieses mal hat Matthias Hellore dünne Spacer beigelegt damit die Titanblätter optimal zueinander ausgerichtet werden können. Natürlich werden wir die Titanblätter ebenfalls in der Praxis testen und an dieser Stelle darüber berichten.

Xpedo XMF08TT – 3 Kugellager versprechen Haltbarkeit

Juni 11, 2010 by  
Abgelegt unter Aktuelle News, Mountainbike

Xpedo ist bisher bekannt für ausgesprochen leichte Pedale. Aufgrund der bisher verwendeten Gleitlager, teilweise soger direkt auf der Titanachse, litten diese Pedale aber stets unter hohem Verschleiß und litten während ihrem Dasein oft unter Spiel auf der Achse. XMF08TT

Nun hat Xpedo ein nur 210g leichtes Pedal im Programm, dass je Pedal 3 Kugellager im Innern verbirgt. Zwei Lager im Bereich des Achsenaustritts und ein Lager am Achsende. Der Pedalkörper, die Achse und vordere Bügel des Klickmechanismus bestehen aus Titan während der hintere Bügel aus Stahl besteht. Zwischen Pedalkörper und der Titanachse sitzt eine schleifende Dichtlippe die Wasser und Schmutz am eindringen hindern soll. Freigegeben sind die Pedale für ein Körpergewicht bis 85Kg. Im Neuzustand drehen sich die Achsen sehr satt und ohne jegliches Spiel, vom Gefühlt her vertrauenderweckend. Wir werden den Pedalen mal eine Chance geben und berichten wie sie sich im Geländealltag bewähren.

Tune Komm-vor Carbonsattel

Mai 25, 2010 by  
Abgelegt unter Aktuelle News, Mountainbike, Rennrad

Zuwachs im Hause Tune: Der neue Komm-Vor Carbonsattel verstärkt die Sitzgelegenheiten in der Produktlinie aus Buggingen.

IMG 4137

Rund 95 Gramm wiegt der Sattel inklusive eines minimalistischen Lederüberzugs im hinteren Teil. Dieser ist in Schwarz, Weiß, Rot, Blau, Gelb und Grün erhältlich. Im Bereich dieser Auflage ist die Satteldecke etwas eingelassen, somit baut der Lederüberzug fast auf gleicher Ebene auf wie die Frontseite.

IMG 4144

Die Sattelnase ist stark abgeflacht und soll einen hohen Komfort bieten.

IMG 4146

Die Kohlefaser-Streben sind mit Inlays aus Metall versehen um Spuren der Klemmung an der Sattelstütze zu vermeiden. Durch die runde Form der Streben ist der Kom-Vor mit allen Sattelstützenmodellen kompatibel.

IMG 4143

Im direkten Vergleich mit dem Tune Concorde Modell ist der Komm-Vor etwas weniger abgerundet und bietet einen stärkeren “Anstieg” am Heck. Auch die Abmessungen sind gegenüber dem Concorde leicht angewachsen. Die Länge beträgt gut 265mm – minimal länger als der Concorde, die Breite liegt bei rund 130mm anstatt 120mm (Concorde) und 125mm (Speedneedle).

IMG 4149

Die Gewichtsbeschränkung liegt bei 90 Kilogramm – dennoch ist der Sattel auch für das Mountainbike freigegeben.

IMG 4142IMG 4141

IMG 4140IMG 4139

Optisch auffällig ist der großzügig dimensionierte und unter Lack positionierte Tune-Schriftzug im Comic-Style auf der Satteloberseite. Der Preis des neuen Sattels liegt übrigens bei 199 Euro im Fachhandel.

IMG 4148

Erste Ausfahrten auf der Straße bescheinigen dem neuen Komm-Vor Sattel ein angenehmes Sitzgefühl. In den nächsten Wochen werden wir weiter berichten, ob der Komm-Vor auch bei längeren Etappen ausreichend ist…

Testvorschau: Haibike Afair RX

Mai 19, 2010 by  
Abgelegt unter Aktuelle News, Rennrad

Frisch in unserer Redaktion eingetroffen – das Haibike Affair RX. Die Ausstattungsvariante RX bildet das Flagschiff Haibike´s Road-Produktpalette . Der Rahmen bietet zahlreiche interessante Details, wie ein konisches 1 1/8 zu 1 ½ Zoll Steuerrohr, BB90 Tretlager, ein mit Mittelsteg versehenes Unterrohr und Gabelscheiden und extrem profilierten Rohren an Ober- & Unterrohr, sowie den filigranen Sitz und Kettenstreben. Durch diese Maßnahmen gelingt es Haibike einen sehr eigenständigen Rahmen auf die Beine zu stellen, hier wurde keineswegs nur gelabelt was mittlerweile ja durchaus üblich ist.

Haibike 01

Die Sitzstreben sind sehr filigran gehalten und sollen zusammen mit der gekröpften 27.2mm Sattelstütze für Komfort sorgen. Eine ergonomisch angenehme Sitzposition ermöglichen die verbauten Komponenten im Steuerbereich. Der 4.999€ teure Renner ist durchweg mit hochwertigen Komponenten ausgestattet. Der Superlogic-Lenker der Firma Ritchey ist um ca. 6° nach hinten gekröpft und ovalisiert. Durch den großen Rohrdurchmesser (Klemmung 31.8) ergibt sich eine angenehme Griffform. Die montierte Campagnolo “Super-Record”-Bremshebel greifen sich ebenfalls in jeder Lenkerposition sehr angenehm und funktionieren stets perfekt.

Haibike 06Haibike 04

Es wurde eine komplette Campagnolo Super-Record Gruppe verbaut, die optisch einen super Eindruck macht und zudem zu dem leichtesten auf dem Markt gehört. Der Vorbau 4-Axis Carbon wurde passend zum Lenker von Ritchey gewählt passt auch optisch durch seine UD-Carbonobefläche gut zu den restlichen Carbonflächen. Bei der Sattelstütze greift Haibike auf eine Eigenentwicklung zurück. Diese hat 25mm Setback, ist in UD-Carbon ausgeführt und gibt sich betont komfortabel. Optisch fügt sie sich perfekt in das Farbschema des Rahmens ein. Passend zum weißen Lenkerband wird ein ebenfalls weißer Selle Italia Slr Carbonio montiert.

Haibike 03

Die Laufräder kommen von der österreichischen Firma Xentis und nennen sich Squad 42. Die Felgen sind Clincher und nehmen herkömmliche Drahtreifen mit Schlauch auf. Die Laufräder werden mit DT-Swiss 240 Naben und DT-Aero-Speichen zu einem durch die 42mm hohen Felgen, recht aerodynamschen Laufrad verbunden. Es darf mit Standard-Belägen gebremst werden, dennoch sind an unserem Testrad Swissstop-Gelb montiert . Gebremst wird auf einer speziellen Flanke was auch an den verschiedenen Gewebearten zu sehen ist.

Haibike 05

Die Laufräder sind mit Seriennummer versehen und müssen Laufrichtungsgebunden montiert werden. Die Verbindung mit dem Untergrund stellt ein alter Bekannter her, der Schwalbe Ultremo in der “R”-Ausführung. Das Gesamtgewicht liegt bei nachgewogenen 6,42kg ohne Pedale. Es kann jedoch recht schnell das ein oder andere Gramm eingespart werden. Man braucht nur die recht simplen XLC-Schnellspanner und Headset-Spacer gegen was leichtes tauschen. Der nächste Step wäre ein leichterer Sattel, wenn er dann zur eigenen Anatomie passt.

Wir sind gespannt, wie sich das Affair RX die nächsten Monate schlagen wird. Ein erster Fahreindruck erscheint in den nächsten Wochen.

Transparent im Reifen: Foss EFT Schläuche

Mai 10, 2010 by  
Abgelegt unter Aktuelle News, Light - Parts, Mountainbike

Einen Schwung Foss EFT (Environmental Friendly Tube) Schläuche haben wir freundlicherweise von Peters-Online-Shop zur Verfügung gestellt bekommen.

eft01

Die Schläuche sollen unter Anderem pannensicherer sein als herkömmliche Schläuche. Im Falle eines Durchstiches verspricht der Hersteller einen sehr langsamen Luftverlust um z.B. ein Rennen noch beenden zu können. Das Material hört auf den Namen TPE (thermoplastic elastomer compound) und ist vollständig recyclebar. Wir haben die Schläuche in den Größen 26×1,95-2,25″ und 26×1,35-1,75″ bekommen. Die Gewichte liegen bei 125g (bis 2,25″) und vergleichsweise geringen 82g (bis 1,75″). Beim direkten Vergleich der beiden Größen beträgt der Unterschied 9mm im Durchmesser.

eft-compare

Das Ventil ist bei beiden Varianten 42mm lang und damit ca. 12mm länger als üblicherweise bei MTB Schläuchen. Die Montage ist ebenso einfach wie bei herkömmlichen Schläuchen. Im Falle eines Loches allerdings ist eine Reparatur nicht auf herkömmliche Weise zu bewerkstelligen. Foss empfiehlt die beschädigte Stelle zu erhitzen & dann zusammen zu drücken. Dies kann mit einem Feuerzeug, oder einem speziellen Werkzeug gemacht werden. Sicherlich etwas ungewöhnlich, aber wenns funktioniert fallen wenigstens keine weiteren kosten für Flicken an. Wir werden die Schläuche in den nächsten Tagen und Wochen auf ihre Funktion hin testen und berichten ob und wie sie sich bewähren.

10-Fach Drehschaltgriffe im Test

März 18, 2010 by  
Abgelegt unter Aktuelle News, Mountainbike

Die Diskussionen um 10-Fach Drehschaltgriffe sind momentan wieder auf Hochtouren und das nehmen wir zum Anlaß die jüngst in Erscheinung getretenen Exemplare der SEC Drehschaltgriffe auf Herz und Nieren zu testen. Freundlicherweise hat uns Peters-Online-Shop einige Exemplare zur Verfügung gestellt.

CIMG1527

Das Gewicht der Drehschaltgriffe liegt bei geringen 95g. Der linke Drehgriff ist grundsätzlich microgerastert und der Rechte ist derzeit nur für shimanokompatible Schaltwerke und dazu passend, für shimanokompatible 9-Fach oder 10-Fach Kassetten erhältlich. So ermöglichen diese Drehschaltgriffe z.B. einen Antrieb bestehend aus einem XTR Schaltwerk und einer XX 10-Fach Kassette. Eine weitere Variante für Sram Schaltwerke ist in Planung. Zunächst fällt auf, dass die SEC Drehschaltgriffe im Vergleich zur bestehenden Konkurrenz augenscheinlich recht klein und kurz ausfallen. Ob und welchen Einfluss das auf die Funktion hat werdet Ihr in den nächsten Wochen an dieser Stelle erfahren.

Canyon Ultimate CF SLX Ete 201 im Praxistest

März 14, 2010 by  
Abgelegt unter Aktuelle News, Rennrad

Zugegeben, mit einem Preis von rund 6000 Euro liegt auch ein Canyon schon im oberen Preissegment, wenn gleich sich die Koblenzer nicht wie manch anderer Hersteller über den exorbitant hohen Preis ihre Topmodelle definieren. Umso gespannter waren wir auf die ersten Fahrten mit dem aktuellen Canyon Ultimate CF SLX Ete 201.

canyon 13

Zu Ehren Erik Zabels 201 Rennsiegen gebaut, markiert unser Testbike die Spitze der Canyon Produktpalette. Vorbildlich ausgestattet mit kompletter Super Record-11fach-Gruppe von Campagnolo, Lightweight Laufrädern, dem beliebten Lenker und Vorbau von Ritchey und der in Zusammenarbeit zwischen Canyon und Ritchey entstandenen VCLS Sattelsütze, stellt es schon vor dem eigentlichen Praxistest so manch anderes Testbike in der Vergangenheit in Sachen Preis-Leistung in den Schatten. Dies macht sich schon beim Auspacken bemerkbar. Kaum ein Hersteller betreibt einen derartigen Aufwand das Rad sicher zu verpacken – in dieser Hinsicht sind uns schon ganz andere Beispiele untergekommen.

weiter…

Experimental Prototype Hellore

März 2, 2010 by  
Abgelegt unter Aktuelle News, Light - Parts, Mountainbike

Matthias Hellore, auch unter “Experimental Prototype Hellore” bekannt, fertig in seiner kleinen Schmiede in Insjön / Schweden in Eigenregie u.a. diese sehr leichten Kettenblätter: kbs

So wiegt z.B. ein lt. Hellore alltagstauglicher Satz 3-Fach Kettenblätter aus Aluminium lediglich 65g. Im Einzelnen heißt das magere 9g für das 22er Blatt, 15g für das 32er und 41g für das 44er Blatt. Im Vergleich dazu erscheinen bisherige tuning Kettenblätter nahezu schwergewichtig. Das Gewicht kommt allerdings nicht von ungefähr: Steighilfen oder versteifende Materialanhäufungen sucht man vergeblich: die Blätter sind aus 2mm starkem Alu Wasserstrahlgeschnitten, reduced to the minimum quasi. Dem Kundenwunsch sind dabei anscheinend fast keine Grenzen gesetzt: Wünsche nach noch weniger Gewicht werden ebenso umgesetzt, wie z.B. auch der Wunsch nach einer höheren Verschleißfestigkeit, indem die Kettenblätter aus Titan gefertigt werden. Ein solcher 3-Fach Satz Titanblätter liegt bei ca. 85g und ist damit in etwa so leicht wie z.B. ein einzelnes 44er von Shimano. Neben allen erdenklichen custom Kettenblättern fertigt Hellore auch (Adapter) Schäfte für Leftys, 2-Fach Kettenblattgarnituren im Stile der Octaramp Gara, Spider für diverse Kurbeln in allen erdenklichen Varianten und seit Kurzem sind Titan-Carbon Floatingbremsscheiben im Test. Allesamt haben sie eins gemeinsam: Sie sind sehr leicht.
EP-GREEN-LEFTY-1-18

EP-110-74-SPIDERCOMBO

Weitere Informationen finden sich auf hellore.se. Wer Interesse an seinen Arbeiten hat, oder eine untergewichtige Sonderanfertigung für sein Bike benötigt kann ihn schnell und unkompliziert über seine Homepage kontaktieren. Wir werden die oben abgebildeten Kettenblätter in den nächsten Wochen einem Praxistest unterziehen und berichten wie sie sich im MTB Alltag bewähren.

Rewel Titanium – ein Resümee

Januar 29, 2010 by  
Abgelegt unter Aktuelle News, Mountainbike

Vor etwa 2 Jahren bekamen wir von Leo Santa, dem Kopf von Rewel aus Südtirol, einen Titanrahmen für einen Dauertest gestellt. Der Rahmen wurde seit dem in den Alpen und den deutschen Mittelgebirgen auf Touren, Trainingsrunden und in über 50 Rennen sicher nicht geschont. Nun ist es an der Zeit zu überprüfen, ob sich die Eindrücke aus der ersten Vorstellung und dem Zwischenbericht auch nach dieser recht langen Testphase bewahrheiten.

Rewel 2009

Nach etlichen Kilometern strahlt der Rahmen immer noch in einem fast neuwertigen matten Glanz. Das Material ist einfach durch nichts zu erschüttern und bietet schon aus diesem Grund einen nicht unerheblichen Vorteil gegenüber anderen Rahmenmaterialien. Wenn man sich bei der Rahmenreinigung keine Gedanken um Kratzer oder dergleichen machen muss, erleichtert das das Leben schon sehr. Diese Eigenschaften nützen aber rein gar nichts, wenn sich der Rahmen auf den Trails nicht bewährt.

Anfangs waren wir etwas skeptisch, als Herr Santa müde lächelnd abwinkte, nachdem wir uns nach einem leichten Modell erkundigten. Er würde uns schon etwas Schnelles bauen, versicherte er. Schon nach den ersten Kilometern und auch nach zwei Jahren merkt man, dass er absolut recht hatte. Obwohl oder gerade weil es sich um kein Fully, aber auch um kein bockhartes Hardtail handelt, klebt das Rad am Boden ohne weich zu wirken. Daraus ergibt sich eine sehr angenehme Mischung aus Komfort und ehrlicher Rückmeldung über die Bodenverhältnisse. Eine sonst für Titanrahmen typische mangelnde Tretlager- und Lenkkopfsteifigkeit konnten wir beim Rewel nicht feststellen. Durch recht großvolumige Rohre und drei verschiedene Titanlegierungen wird dieser Spagat gemeistert. Neben den typischen durchgebogenen Sitzstreben für höheren Komfort gibt es die Rahmen auch mit klassischen, gerade Sitzstreben. Ob der Rahmen dadurch besser wird, sei dahingestellt.

Neben perfekten Schweißnähten, gestrahlten Schriftzügen und eingravierten Logos auf dem Tretlager, fällt der Rahmen durch ein weiteres kluges Detail auf. Im Steuer- und im Sattelrohr sind Aluhülsen eingeklebt um den Steuersatz und die Sattelstütze nicht direkt auf Titan zu klemmen. Das macht technisch bei einigen Materialkombinationen durchaus Sinn, aber es garantiert auch eine sehr passgenaue Fertigung, da die Hülsen erst nach dem Einkleben auf Maß gebracht werden und so Sattelstütze und Gabelschaft immer in einer Ebene liegen.

P1000739 klein

Ein weiterer Pluspunkt des mit ca. 1800€ recht preiswerten Rahmens liegt natürlich in der fast grenzenlosen Anfertigung nach Kundenwünschen. Nicht nur, dass die Rahmenmaße auf den Kunden angepasst werden, auch sämtliche Details, wie Zugführungen oder Ausfallenden sind frei wählbar. Nur wenn ein Wunsch überhaupt nicht mit den Erfahrungen des Chefs zusammenpasst, schreitet er beratend ein. Darauf kann man sich auch blind verlassen.

Will man einige Kritikpunkte aufführen, könnte man vielleicht das Gewicht von 1400g bei 440mm Rahmenhöhe nennen. Aber dieser Wermutstropfen im Leichtbauerherz ist schnell vergessen, wenn das Rad bewegt wird. Die souveränen Fahreigenschaften und die Robustheit bei unaufdringlicher Eleganz sprechen für diesen Rahmen.

Nach einigen Erfahrungen mit anderen Titanrahmen, kann man das Rewel nur ausdrücklich empfehlen. Wir hatten zumindest zwei Jahre lang richtig Spaß!

Nächste Seite »