Lightweight Gen. III und Ventoux Test
12. Januar 2008 von Michael
Kategorie: Aktuelle News, Rennrad
Sie sind die Objekte der Begierde fast jeden ambitionierten Radsportlers und mehr Profis den je vertrauen auf die leichten Rundlinge aus Friedrichshafen am Bodensee. Im vergangenen Herbst hatten wir die Gelegenheit die aktuellen Modelle der Firma CarbonSports genauer unter die Lupe zu nehmen. Bevor wir zum Fahrbericht der Laufräder kommen, nochmals die wichtigsten Fakten:
Vor rund zwei Jahren hatten wir die ersten Lightweights von CarbonSports im Test. In der Zwischenzeit haben die beiden Firmeninhaber Stefan Behrens und Erhard Wissler mit ihren Mitarbeitern einiges an Entwicklungsarbeit geleistet und nach und nach die Modellpalette ausgebaut. Jüngster Clou aus Friedrichshafen ist – neben der neuen Version für Drahtreifen Clincher C – die Challenge 700 genannte Projektstudie zwischen 760 und 790 Gramm.

Eine Serienfertigung der Challenge 700 ist bis dato nicht geplant. Allenfalls die Übernahme von Erkenntnissen aus der Studie in zukünftige Obermayer Modelle. Trotzdem gibt es hier und da sogar einige Tüftler, die das extrem geringe Gewicht noch weiter nach unten drücken. In unserem Test dreht sich aber vielmehr alles um die Volks-Lightweights Standard Generation III und die Niederprofil-Laufräder Ventoux.


Neu bei der dritten Generation des Lightweight Ur-Modells ist der Einsatz von neu konstruierten Kohlefaser-Speichen – wie bei allen Modellen aus Friedrichshafen untrennbar mit Felge und Nabe verbunden. Dies soll ein 30% steiferes Laufrad als das der zweiten und sogar rund 40% steiferes Laufrad gegenüber der ersten Generation ermöglichen. Positiver Nebeneffekt: Das von einigen Perfektionisten praktizierte, zeitraubende Anmalen der Speichen zur optischen Aufbesserung mittels Permanentmarker entfällt.


Die neuen Lightweights kommen in einer guten Verarbeitungsqualität daher, hier und da gibt es trotzem einige kleinere Einschlüsse, die aber von marginaler Natur sind.


Enttäuschend ist indes der Gang auf die Waage: Anstatt der angegebenen 1075 Gramm für den 16 Speichen Standard III Satz kommt die Waage erst bei 1101 Gramm zum stehen. (VR 478 Gramm | HR 623 Gramm) Ähnliches Bild bei den Ventoux – 1048 Gramm, statt 1020 Gramm. (VR 451 Gramm | 597 Gramm)


Beide Sätze kommen mit serienmässigen Tacho-Magneten daher. Bei der Hochprofil Variante elegant einlaminiert, wir dieser bei den Niederprofil-Laufrädern auf eine Speiche geklebt.

Die Felgenhöhe und Breite hat sich gegenüber den alten Modellen nicht geändert. Die Hochprofil-Variante kommt auf 53×19.5mm (Breite|Höhe), die Ventoux auf 27×19.5mm. Während die dritte Generation bis zu einem Fahrergewicht von 110 Kilogramm bei 20 Speichen (16 Speichen: 90 kg | 12 Speichen: 80 kg) zugelassen ist, haben die 20/24 Speichen Ventoux eine Freigabe bis 100 Kilogramm. Und dies im Allround Einsatz, der auch somit den Einsatz am Crosser ermöglicht. In der 20 Speichenversion der LW Gen. III gibt es ebenfalls eine Freigabe bis 100kg.


Der Preis der beiden Laufradvarianten holt einen dann schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Die Komplettlaufradpreisliste der Friedrichshafener beginnt bei erst bei 2.750 Euro für den Standard III Satz und endet bei 3.900 Euro für den unter 1000 Gramm leichten Obermayer Satz. Die Ventoux in der getesteten DT-Swiss Variante, mit Hinterradnabe aus schweizer Hand, liegt bei 2.900 Euro. Für nochmals 500 Euro Aufpreis ist diese analog zur liebevoll von den Lightweight Fans getauften OBI-Version (Obermayer) mit einer Tune MAG160 Nabe und dem damit verbundenen typischen Fahl´schen Knattersound erhältlich.


Nun zum Praxisteil: Analog zur zweiten Generation lassen sich die Standard Räder extrem leicht beschleunigen und auch perfekt durch jede Kurve zirkeln, ohne Rückmeldung der Bremsbeläge zu bekommen. Die von einigen Kollegen bemängelte geringere Seitensteifigkeit des hinteren Laufrads lässt sich im reinen Praxistest reell auf der Straße, kaum nachvollziehen. Die Generation Nummer Drei bietet auch hier ausreichend Steifigkeit selbst für schwerere Fahrer. Die propagierten 30% Steifigkeitszuwachs lassen sich ohne direkten Vergleich zur Generation II aber kaum feststellen. Die Laufräder sind einfach sehr steif, ausreichend für alle Situationen, Punkt! Das Mehr an Steifigkeit festzustellen benötigt daher schon ein sehr empfindliches Popometer. Ein genauer Rundlauf und der Einsatz der neuen Continental Competiton in der Lightweight Edition ohne das lässtige Ventilproblem manch alter Versionen, lassen bei jeder Fahrt mit den Laufrädern vom Bodensee schnell ein gewisses Grinsen im Gesicht des Fahrers aufkommen. Die Hausrunde wird mit mit Sicherheit in neuer Bestzeit absolviert.


Nach dem Wechsel auf die Niederprofilfelgen erlebt man dann die sprichwörtliche Leichtigkeit des Seins. Wo schon die normalen Lightweights einen imensen Beschleunigungsvorteil genießen, setzen die Ventoux nochmals einen drauf. Fast hat man das Gefühl man wäre zu schnell unterwegs. Jede enge Kurve wird zu einem heiden Spaß, drückt man die geringe Masse in die gewünschte Richtung. Auch bei starkem Seitenwind auf ungeschützten Straßen wird der Vorteil des niedrigen Felgenprofils schnell deutlich. Im Gegensatz zur Empfindlichkeit hoher Felgenprofile, erforden die Ventoux ein eher geringes Nachsteuern bei hohen Windgeschwindigkeiten. Die Steifigkeit empfanden wir darüber hinaus als ausreichend. Bei schnellen und harten Lastwechseln kommt schon mal der enggestellte Bremsbelag kurz mit der Felge in Berührung. Dieser Umstand wird noch um so deutlicher, wenn man den direkten Vergleich zum Standardmodell heran zieht. In Sachen Bremsleistung geben sich beide Laufradsätze aber keine Blöße. In den letzten Jahren hat sich in Sachen Bremsbelägen einiges getan und die manchmal gefährliche Leistung der Korkbelägen gehört endlich der Vergangenheit an. Carbonsports liefert mit einem Laufradsatz ein Paar spezieller Beläge, welche bei Swissstop gefertigt werden. Wobei nach unseren Erfahrungen das direkte Modell der Schweizer namens Yellow King subjektiv noch ein Paar mehr Reserven bietet.

Fazit: Mit den neuen Laufrädern hat CarbonSports bewiesen, dass das über dreizehn Jahre alte Lightweight Konstruktionsprinzip trotz neuartiger Konkurrenz aus den USA oder aus Frankreich noch lange nicht zum alten Eisen gehört und immer noch mit die Spitze des Laufradbaus darstellt. Wobei sie sich jetzt erstmals das oberste Treppchen mit anderen Herstellern teilen müssen. Aber wie sagt man so schön? Konkurrenz belebt das Geschäft…
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ein bisschen mehr Objektivität hätte nicht geschadet. Gerade diejenigen unter uns, die schon einen Lightweight-Satz im Gebrauch hatten, dürften wissen, wovon ich rede!
Es sind zweifelsohne tolle Laufräder, jedoch NICHT "über jeden Zweifel erhaben", um mal eine Formulierung aufzugreifen, die gern und häufig in den Foren verwendet wird.
Gruß
Burschi
PS: ... der einen LW Gen II fährt und zum Glück keine Sorgen damit hat
der Bericht umfasst das, was man in vier Wochen Test "erfahren" kann und ich denke nicht, dass ich dort von "über jeden Zweifel erhaben" schreibe, Kritikpunkte gibt es auch. Bei einem Test über einen längeren Zeitraum kann es sicher noch mehr Überraschungen geben, wie bei allen Komponenten.
Ein schöner bericht ist das hier doch. natürlich nur als solcher zu sehen da man ja nur nach popometer testet aber das stört jetzt auch gar nicht weiter.
ich würde mir gerne noch ein paar nahaufnahmen der Ventoux wünschen. finde die sehr schick und auch gewichtsmässig sehr intressant aber der preis drückt doch leider schon ein wenig doll in meiner geldbörse ;o(
sind da eigentlich noch die "alten" speichen in den ventoux? sehen jedenfalls braun aus.
Ich feinde Testberichte nach popometer für mich persönlich wesentlich sinnvoller als Labortests.
Wie oft musste man im T... Mag schon Testberichte lesen die einfach so nie stimmen würden in der Realität.
Einmal LW und nie wieder, auch geschenkt nicht. Dazu habe ich zu viel Spass am radeln.

Aus dem Kreis der zahlreichen LW-Fahrern, die ich kenne, kommen genau 2 Fahrer wirklich damit richtig klar, alle anderen wären mit so ziemlich jedem anderen LRS besser bedient (und v.a. damit auch schneller, vom Spassfaktor ganz zu schweigen). Wer wissen will was ich meine, sollte sich mal die Abfahrtszeiten vom Jaufenpass beim ÖRM 07 von LW-Fahrern genauer anschauen, da tun sich teils Abgründe auf...
...wer damit aber nie eine Abfahrt fahren will, sind das sicher tolle Laufräder.
Zu den 40 % Steifigkeitszuwachs gegenüber den Ur-LW: meine 20/20-Version war schon der Steifigkeits-Super-GAU für meine 63 kg, wo soll der Steifigkeitswahn eigentlich hinführen?
Optisch und vom Gewicht her immer noch toll. Auch dass alles in Deutschland produziert wird, ist in der heutigen Zeit alles andere als selbstverständlich und sollte auch erwähnt werden!
Welche Probleme haben sie damit?
Mit meinen LW konnte ich nicht mal stressfrei an eine Kreuzung hinfahren ohne dass der LRS stark ruckelte! Kein Scherz! Ich bin noch nie so einen Schrott gefahren... Nie wieder.
'08 gebe ich noch einem anderen Carbon-LRS von einem anderen Hersteller eine Chance (nachdem eine Testfahrt positiv ausgefallen ist). Schlechter wirds schon nicht werden!
Das von dir genannte ruckeln kann aber von Carbonsport behoben werden. Braucht man ja nur reklamieren und dann einschicken! Im Carbonsports Forum gibt es genug Threads darüber wo immer wieder rauskam dass die Fahrer dann zufrieden waren.
Lässt man sich das ruckeln gefallen ohne zu reklamieren?
Lässt man sich das ruckeln gefallen ohne zu reklamieren?
Hmm....ich schwanke bei den Leightweights immer zwischen kaufen - nicht kaufen - kaufen. Du holst mich gerade wieder ziemlich runter. Die Mehrheit der Fahrer ist ja aber doch sehr zufrieden - oder sie traun sich nicht zugeben das sie unzufrieden sind.
Aber ich würde jedem zu einer Probefahrt raten, bevor man das Geld ausgibt, die eierlegende Wollmilchsau gibt es eben immer noch nicht. Und das Geschreibsel, das man so in div. Foren aufschnappt über das Produkt kann ich halt teilweise nicht im Geringsten bestätigen; da vertaue ich besser auf eigene Erfahrungen bzw. auf das Erzählte von ein paar ganze wenigen Radlern (bei mir sind das genau 2 Radler, auf deren Urteil ich wirklich Wert lege). Was in RR-Foren geschrieben wird, halte ich grossteils für Blabla.
'08 interessiere ich mich für z.B. die neuen TOTW-LEW, aber ohne Probefahrt gebe ich für das Produkt sicher keinen Cent aus!
was heisst TOTW ausgeschrieben?
die meisten tdf-pros fahren keine lw wenn es steile pass-abfahrten gibt. zumindestens nicht die top-favoriten. helfer oder sprinter eher, da diese in solchen gefilden eh keinen schneid haben und langsamer abfahren können.
es sollte einem doch klar sein, dass solche dinge irgendwo limitiert sind.
die lews soll ma ja mit normalen bremsbelägen nutzen können...
mich locken lighties auch nicht mehr hinterm ofen vor und dass ich die meinen noch fahre, liegt ja auch nur an einer allseits bekannten ursache (halten übrigens immer noch
).
, aber ich habe grosse hoffnung, dass andere hersteller im 1kg-lrs bereich gleichziehen und darüberhinaus das bremsverhalten optimieren, weil: funktionieren muss es! und zwar immer, überall, jederzeit ... und auch für mich!
).
in flachem oder hügeligem gelände mag der lrs ja durchaus freude bereiten, aber auf einer ambitioniert gefahrenen abfahrt haben die dinger einfach nichts verloren, peng!
ach ja: peng! ob es mich mit einer aluflanke oder funktionierendem bremsverhalten beim bsö weniger oder nicht zerlegt hätte, ist schwer zu sagen. aber wenn ich einen fahrfehler zu korrigieren versuche und feststelle, dass die räder so gar keinen sicherheitspuffer haben, dann kann ich sie entweder nur alleine bewegen, um die optimale linie fahren zu können, oder aber ich muss langsamer machen, was ja nicht unbedingt im sinne des erfinders sein kann.
im gegensatz zu de vingard würde ich die lighties zwar geschenkt nehmen
viele lighties-anhänger werden sich jetzt denken: spezi, wennst net fahrn konnst, dann bleibst halt dahoam!, aber ich warte jetzt lieber auf spielgeld und werde mal die lews versuchen (dann muss ich im fall des falles auch keine speichen mehr kleben
Ich hab schon öfters den Satz gehört: Wenn man nicht bremsen kann soll man sich keine Leighties kaufen.
Sie sind wohl nicht geeignet für leute die bergab ständig auf der bremse hängen - was bei mir aber auch der Fall ist.
Die Aussage ist ja nicht böse gemeint! Mir haben einige Pros unabhängig voneinander immer das selbe gesagt: Man muss die Kurven hart und kurz anbremsen dann passt alles.
Wie mit einem Rennwagen - reinfahren in die Kurve und voll in die Eisen - kurz und häftig.
trotzdem und bei aller sympathie zu stefan von cs ist das thema lighties für mich abgehakt. für einen sub1k-lrs hab ich andere pläne und ich vermute, dass ich mich da technisch kaum verschlechtern werde.

dummerweise bedarf es hierfür einiges an kleingeld, wie auch bei den lighties. nur mit einer vollen hose lässt sich eben gut stinken
was sollen andere Carbonlaufradsätze aber besser können?
bremsen
aber warum sollten sie besser bremsen?
Ich bin 2 verschiedene Hersteller gefahren - einer ruckelte halbwegs und einer bremste nicht - er verzögerte - dafür ruckelfrei!
du weisst schon was ich meine und wohnst ja auch in einer ausreichend hupseligen gegend, um den bedarf an bremsleistung forden zu wollen.
vielleicht ist es aber auch nur meine persönlich schlechte erfahrung mit einem totalen crash, dass man zuerst den fehler beim material sucht, als an sich selbst, der mich etwas vom lightie-hype distanzieren lässt.
jetzt gebe ich auch noch meinen subjektiven Senf dazu:
.


es ist klarerweise auch meine Erfahrung, dass Alufelgen bei allen Verhältnissen besser und dosierbarer bremsen.
Auf langen Alpenpassabfahrten empfand ich es mit Lightweights problematisch die Felgen/Bremsbeläge nicht zu überhitzen.
Wirds zu heiß, schmilzt wohl (fast) der Belag und die Ablagerungen auf der Felge erzeugten bei mir das unkontrollierbare Geruckel.
Welche Beläge habe ich probiert:
-Shimano DuraAce original schwarz für Alu:
qietscht, rubbelt und hat viel zu viel Verschleiss und zu wenig Bremswirkung.
-Lightweight original grau, made by SwissStop:
anfangs sehr gut, nach ca. 500-700Hm Kehrenabfahrt beginnt der Belag zu schmelzen. Dann übeles Geruckel. Starker Verschleiß.
-SwissStop Yellow King:
der beste Belag fürs Hochgebirge für mich. Wenig Verschleiß, beste Thermostabilität. Spätes, hartes Bremsen etwas schwierig, packt manchmal plötzlich zu hart zu.
Ruckeln hatte ich mit diesem Belag nicht (bei sauberer Felge).
Alles subjektive Beobachtungen bei Trockenheit und sommerlichen Temperaturen, Fahrergewicht 63kg
Hier im Alpenvorland mit den kleinen Hügeln bis 200Hm spielt das weniger eine Rolle.
Da geht auch der Lightweight SwissStop Belag gut und ist gut dosierbar, da er nicht zu heiß wird.
In diesem Terrain macht Lightweight-Fahren am meisten Spass und am meisten Sinn (Beschleunigung, Antrittssteifigkeit und Aero sind gefragt)
Hier mal ein Bild von Lightweight (made by SwissStop) Belägen nach einem Radmarathon mit 230km, daneben neue Yellow Kings.Geschmolzene Oberfläche, starker Verschleiß.
@velopope: mit deinem Zeitfahrlenker und den Minibremshebeln am Geweih möchte ich niemals einen Pass schnell runterrauschen und Kehren Anbremsen, egal mit welchen LR-Satz
ich glaube, es ist bekannt, dass ich mit meinen lw's top zufrieden. und das sage ich nicht bloss, um dem stefan zu gefallen
ich könnte mir auch vorstellen, mit den lew's glücklich zu werden. aber ich habe nur mal lighties und geld für anderes ist nun definitiv nicht vorhanden. die neuen mavic ultimate hätt ich haben können. aber die sind ja 100gr schwerer
als meine lighties. und besser sind sie nicht. spricht also nichts dafür.
ist doch einiges gegangen. die neusten sind spürbar feiner zu dosieren. haltbarkeit ist mir egal und im regen hab ich sie schon lange nicht mehr benutzt. und wie lange es noch dauert, bis neue frei erhältlich sind, weiss ich nicht.
ich hoffe jetzt mal auch, ich bin einer von diesen beiden, die de vingard angesprochen hat, auf deren urteil er wert legt.
und so ungerne ich es auch sage aber velopope: ich meine, da ist schon etwas wahres dran: wer nicht abfahren kann, soll sich andere räder kaufen. ich meine die lw's sind 'rennräder'. und wie hier auch schon erwähnt, kurz und heftig vor der kurve anbremsen und dann rumziehen und wieder beschleunigen. passt bei mir wunderbar.
der von de vingard angesprochene fahrer, der bei der jaufenabfahrt doppelt so lange hat, darf wohl als prolet abgestempelt werden. ich muss hier jetzt halt mal richtig ins grosse horn blasen, aber ich behaupte, dass de vingard auch mit seinen ac-felgen langsamer dort runter rast als ich mit den lw's.
also man kann mit den lw's schnell eine passabfahrt bewältigen. auch im regen.
bei den bremsgummies bin ich natürlich swissstop-verseucht. ich fahre auch meist mit neuen prototypen. aber auch früher mit den originalen, bin ich gut und schnell überall runtergekommen. und von diesen originalbelägen bis hin zu den neusten prototypen (die jetzt gerade, passend zu meinem pavo, ganz geil silbern sind :cool_2
Ich habe mir mal nach dem ÖRM die Mühe gemacht und geschaut, ob ich eigentlich der Einzige bin, der mit dem Bremsverhalten Probleme hat. Wenn man all dem Geschriebenen in den div. Foren glaubt, ist das ja anscheinend so. Wenn man dann aber die Abfahrtszeiten vergleicht, kann man sich halt ein anderes Bild machen. Also entweder:
a) LW bremsen beschissen (und es kommen nur die Weenigsten damit klar)
oder
b) alle schlechten Abfahrer dieser Welt kaufen sich genau dieses Produkt!
Ich denke, es ist eher a).
Hier kann man sich alle Zwischenzeiten vom ÖRM'07 runterladen: LINK
Und HIER gibts die Forumsnamen zu den Personen.
Zu sagen ist noch, dass ich nach vielen Gesprächen mit LW-Fahrern den Eindruck habe, dass manche LW stärker als andere rubbeln, da gibts wohl anscheinend eine gewisse Streuung. Meine LW waren wohl so etwas wie das Negativbeispiel...
Zum Thema: Mangels Pässe hier in der Gegend kann ich die Dauerbelastung der LW´s bei hunderten von Höhenmeter berab leider nicht nachvollziehen. Dennoch gibt es hier einige harte Abfahrten mit 16 und mehr %. Mein Eindruck der beiden Lrs ist der, dass die original LW Beläge doch etwas hinter den gelben Swissstop zurückbleiben. Noch mehr fällt einem dies auf, wenn man auf die neue 2008er Beläge zurückgreift.
Bremsrubbeln konnte ich auf den kurzen Abfahrten eher nicht feststellen, dafür aber ein höllisches Quitschen der Ventoux mit den LW Belägen, die im übrigen auch stärker und schneller verschleißen. Ein Wechsel auf Hübi´s Gelbe brachte da sofort Ruhe rein.
Den Ötzi 06 bin ich damals mit Campa Eurus gefahren. Ich würde aber auch keine Kohlefaserfelgen bei der Strecke einsetzen. Ich komme eher aus dem mittleren Flachland, da brauche ich dann im Hochgebirge erst recht genügend Bremspower, gerade wegen der >100km/h vom Kühtai runter.
SCNR
Shit...falsch getippt

Naja, egal. Man sagt jedenfalls, ich könnte bergab ganz gut das Hirn ausschalten.
Zum Thema: wenn Du im Mittelgebirge Kurven mit 16% problemlos anbremsen kannst, ist das auf richtigen Alpenpässen auch nicht anders. Entweder man kommt damit klar, oder nicht. Bei mir war es eben "oder nicht", sprich man braucht keine Abfahrten mit 1'000 HM, um das beurteilen zu können...
Schon klar bei normalen Fahrten.
Aber gerade bei Testfahrten reize ich das (neue) Material doch extrem aus, das bedeutet z.B. bremsen bis der Arzt kommt, Kurven spät und übermässig hart anbremsen, blockieren, usw... oder genau diese Dauerbremsungen die man eigentlich vermeiden sollte. Von einer Runde um den Block lässt sich schlecht ein allgemein gültiges Ergebnis ableiten. Es sei denn man denkt sich seinen Teil und holt das Rad nur zum Fototermin aus dem Kofferraum...
@ Zauberer
Da Miraculix mit am Fahradhelm ist echt genial.
Ich wünscht ich wäre auch so kreativ.
Also mich würde mal was interessieren:
Kann man bei den Dingern irgendetwas reparieren wenn sie defekt sind? (Seiten/Höhenschlag) oder ne def. Speiche.
Was ist wenn da ne speiche reißt?
Kanns mir ja nicht vorstellen da die Dinger aus Carbon sind, das ziemlich spröde ist, und die Speichen verklebt sind.
Aber gerade bei Testfahrten reize ich das (neue) Material doch extrem aus, das bedeutet z.B. bremsen bis der Arzt kommt, Kurven spät und übermässig hart anbremsen, blockieren, usw... oder genau diese Dauerbremsungen die man eigentlich vermeiden sollte. Von einer Runde um den Block lässt sich schlecht ein allgemein gültiges Ergebnis ableiten. Es sei denn man denkt sich seinen Teil und holt das Rad nur zum Fototermin aus dem Kofferraum...
a) LW bremsen beschissen (und es kommen nur die Weenigsten damit klar)
oder
b) alle schlechten Abfahrer dieser Welt kaufen sich genau dieses Produkt!
Ich denke, es ist eher a).
Wer kann sich wohl so teures Equipement leisten wie LW-Laufräder?
Der junge dynamische Vielfahrer (z.B Student) oder eher der mittelalte Berufstätige der weniger Zeit zu trainieren und mglw auch etwas risikoaverser geworden ist?
Der kann sich sicherlich die Laufräder, aber keinen Sturz leisten. Ich bin jedenfalls auf den mir unbekannten Pässen eher defensiv abgefahren.! Na und? Daraus zu schließen es liege am Bremsverhalten der LW-Laufräder ist ambitioniert
und es gibt so viele die nicht den berg runter kommen und da spielt das material nicht mal eine rolle aber trotzdem muss man natürlich beim kauf von lW`s verstehen das man mit ihnen nicht genauso fährt wie mit irgendwelchen standard laufrädern.
aber zu sagen das man damit nicht schnell die berge runterkommt ist quatsch, nur das sie dafür nicht optimal sind ist doch eher die aussage.
aber ich finde es komisch das heutzutage jeder vorrausetzt das man mit allem material alles kann. aero räder waren doch zb vor ca 10 jahren nur ans flachland gefesselt und erst damit das sie leichter geworden sind erst in die berge gekommen. also hat man schon ernome fortschritte gemacht in dieser art von entwicklung. aber man kann doch nicht alles damit vorraussetzen.
was ich damit eigentlich aussagen möchte ist das wir alle in einer art experiment des fortschrittes sitzen und will man daran nicht teil haben so kauft man sich nur gut erproptes. die die doch was neues versuchen wollen sollten auch mit niederschlägen rechnen!
aber recht hast du trotzdem. jedes ding hat nun mal so seine eigenheit. lw's sind nicht so optimal zu bremsen wie alufelgen (behaupten einige) und alle können nun mal nicht damit umgehen. zum glück gibt der markt heute genügend möglichkeiten her, damit jeder sein gusto bedienen kann.
Der junge dynamische Vielfahrer (z.B Student) oder eher der mittelalte Berufstätige der weniger Zeit zu trainieren und mglw auch etwas risikoaverser geworden ist?
Der kann sich sicherlich die Laufräder, aber keinen Sturz leisten. Ich bin jedenfalls auf den mir unbekannten Pässen eher defensiv abgefahren.! Na und? Daraus zu schließen es liege am Bremsverhalten der LW-Laufräder ist ambitioniert
LW sind in manchen Bereichen ohne Konkurrenz bzw. mit marktführend. Da wäre mal die Beschleunigung, da gibts wohl kaum besseres. Das Gewicht ist top, Steifigkeit sowieso. Aerodynamik wird nur von reinen Aero-Laufrädern getoppt. Wenn man jetzt in einer Gegend wohnt, wo genau solche Sachen wichtig sind, also in einer hügeligen Gegend, dann werden da bestimmt 99% der LW-Fahrer glücklich! Mir haben meine LW auf so einem Terrain auch mächtig Spass gemacht; leider halt nur auf solchen Strecken (und die sind hier spärlich gesät). Sollte es mich beruflich mal wieder in so eine hügelige Gegend verschlagen, hol ich mir evtl. wieder welche.
NB: Kundenservice usw., da hört man ja auch immer nur das Beste. Und dass das Produkt in D hergestellt wird, find ich klasse!
Aber:
Auf langen und technisch anspruchsvollen Abfahrten kommen doch die meisten nicht mit LW klar, da wirst Du mir sicher Recht geben. Wie gesagt, ich kenne nur 2 Leute, die mir (als eher mittelprächtigem Abfahrer) davon fahren, alle anderen sind langsamer. Das hat jetzt auch nichts damit zu tun, dass ich weniger "risikoavers" (toller Begriff übrigens) wäre als andere. Das Gegenteil ist der Fall, dazu habe ich in den letzten 4 Jahren gesundheitlich zu viel mitgemacht, als dass ich mich irgendwo hinter dem Brenner gegen eine Mauer fahre.
Was ich nicht verstehe, ist die Richtung die hier bei der Entwicklung eingeschlagen wird. Die Ur-LW waren schon megasteif und wären es auch nach heutigem Massstab... Warum muss man ein bocksteifes Produkt nochmals 40% steifer machen? Selbiges gilt beim Gewicht, da sind doch ein paar Gramm hin oder her bei den allermeisten höchstens eine interessante Randnotiz (auch wenn mir diese Satz jetzt genau in diesem Forum wahrscheinlich gleich um die Ohren fliegen wird...
Ja klar K.,

Du hast da natürlich absolut Recht, daß es insbesondere bei Nässe besseres gibt als auf Lightweights aus hohem Tempo auf den Punkt bremsen zu müssen. ( Kann mich da an die eine oder andere Situation erinnern...)
Trotzdem würde ich nicht aus den Abfahrtszeiten beim Ötzi auf die Bremsprobleme rückschliessen wollen.
Eins ist natürlich definitiv klar, Wer wie Du quasi ständig und unter allen möglichen Bedingungen Pässe fährt wünscht sich da schon anderes Material... Schon allein wegen der erheblichen Kosten für die Beläge
Hast du im Ziel alle gefragt warum sie eine halbe Minute schneller oder langsamer waren wie du?
Das ist doch reine vermutung dass das an den Leightweights liegt. Ich trau mich fast wetten dass die auch mit anderen Laufrädern langsamer als du gewesen wären.
Entweder man hat die Eier zum bergab rasen oder man hat sie nicht. Wenn er die Eier hätte dir mit Aluflanken bedinungslos zu folgen dann hätte er sie auch mit Carbonflanken.
In ein paar Wochen weiss ich dann, wie das Bremsverhalten auf Reynolds sein wird. Hoffentlich besser als damals mit meinen LW. We will see...
Ich denke einfach, wenn man sich so einen Satz zulegen will, sollte man vorher auch ausgiebig testen, weil ich halt der Meinung bin, dass so ein LRS eben gerade nicht für Jedermann ist. Der Eine kommt mit dem Bremsverhalten klar, der Andere halt nicht (ich war auch bei den "Anderen"
Ich hoffe, ich habe meinen Standpunkt einigermassen klar machen können. Wenn sich jemand für das Produkt entscheidet und daran seine Freude hat, bin ich wahrscheinlich der letzte auf diesem Planeten, der sich nicht mitfreuen könnte!
Das solls dann von meiner Seite gewesen sein, interessieren würde mich aber z.B. ein aktueller Vergleich mit anderen Carbon-Laufrädern, vielleicht gibts da ja mal was in naher Zukunft hier in diesem Theater!
Jetzt muss ich meinen Kommentar bzw. Erfahrungen doch auch noch loswerden...

Ich bin 3 Jahre lang die Campa Boras mit den original Campa Carbon-Bremsbelägen gefahren, bei Radmarathons in den Alpen und sogar beim Ötzi im Regen - und gehöre immer zu den schnellsten Abfahrern.
Letztes Jahr habe ich mir die Obermayers gegönnt. Nach der ersten Ausfahrt im Flachland mit den mitgelieferten SwissStop-Belägen habe ich die LW verflucht! Ein unmögliches Geruckel beim Bremsen. Beim ersten Radmarathon habe ich diese Kombination trotzdem gefahren - und fast hätte ich bei einer leichten Bremsung bei > 90 km/h die Kontrolle über das Rad verloren, weil es wegen des starken Ruckelns in Schräglage wie verrückt anfing zu pendeln (es handelt sich um ein Cervelo R3, das bis dahin nie Pendelneigungen gezeigt hatte!).
Nach dem Wechsel auf die Campa Carbon-Beläge (der Boras) hat sich das Bremsverhalten jedoch enorm gebessert; das Ruckeln ist fast vollständig verschwunden, und ich bin noch ein paar schnelle Abfahrten bei Alpenmarathons damit gefahren. Für dieses Jahr habe ich mir jedoch noch die SwissStop Yellow King besorgt - ich bin schon gespannt, wie sich die verhalten.
Was ich damit sagen will: das Fahr- und Bremsverhalten von Carbon-LR hängt wesentlich von den Bremsbelägen ab!
Was jedoch bleibt ist die enorm hohe Seitenwindempfindlichkeit der LW. Dabei ist nicht nur die Profilhöhe ausschlaggebend (die ist ähnlich wie bei den Boras), sondern das geringe rotierende Gewicht an der Felge, was zu wesentlich geringeren Kreiselkräften führt, die bekannterweise ein Fahrrad zum Geradeauslauf stabilisieren. Freihändiges Fahren, schon bei leichtem Seitenwind, erweist sich mit den Obermayers als Akrobat-Akt! Windböen bei Abfahrten > 90km/h erfordern -um die Worte von weiter oben zu benutzen- schon ganz schön große Eier ...
Deshalb ist für mich persönlich die vertretbare Gewichtsgrenze mit < 1kg bereits erreicht!
Hast du im Ziel alle gefragt warum sie eine halbe Minute schneller oder langsamer waren wie du?
Das ist doch reine vermutung dass das an den Leightweights liegt. Ich trau mich fast wetten dass die auch mit anderen Laufrädern langsamer als du gewesen wären.
Entweder man hat die Eier zum bergab rasen oder man hat sie nicht. Wenn er die Eier hätte dir mit Aluflanken bedinungslos zu folgen dann hätte er sie auch mit Carbonflanken.
Bin sonst kein schlechter abfahrer und hab genug pässe bei mir ums eck aber mit der kombi von nem kumpel kann ich bergab gar nix machen: zipp 303 mit 0g bremse und corima beläge und record hebel! Das sind welten auf meine dura ace bremse und hebel und ksyrium es (jaja die sind net leichtbau
Das ist am mtb mit 90erjahre canti zu disc vergleichbar...
Das ist am mtb mit 90erjahre canti zu disc vergleichbar...
Erst kürzlich hat im Internet einer sein tolles Leichtbau Pinarello Prince vorgestellt, auch mit zipp 303 und 0g, und hat die mitgelieferten Yellow King (SwissStop) Beläge gegen Corima Kork ausgetauscht - wegen der Gewichteinsparung !!! Selber Schuld, kann ich da nur sagen ...
......Und genau deshalb stellt es mir auch die Nackenhaare auf bei dem Mega-Hype, der um das Produkt gemacht wird.
Ich habe mich letztes Jahr für die Shimano Carbon (Mittelhohe Felge)entschieden und muß sagen, daß die Teile super sind. In Verbindung mit Dura Ace Carbon Bremsbelägen auch keine Probleme im Taunus mit dem Bremsen. Tolle Laufräder
Gruß Norman
da hätt ich dann vielleicht mal die gummis richtig ausgerichtet oder allenfalls gewechselt
Ich fahre schon mehrer Jahre Obermayers LW,damals noch direkt gekauft. Anfangs nervten mich genau die von euch beschriebenen Bremsprobleme. Inzwischen behelfe ich mir mit einem Lippenfettstift den ich über die Felgenbremsfläche schmiere und siehe da seit dem läßt sich der Rädersatz fein dosiert bremsen und hält, je nach aufgetragener Stärke bis zu 300 km. Ich fahre übrigens Swissstop rot und neuerdings gelb. Dies ist übrigens kein Faschingsschärz, geschmiert fährts besser!
Das ist das schlimmste was ich je gehört habe!
Ich kauf mir einem LRS für fast 4000 Euro und muss die bremsflanken mit Lippenstift einschmieren damit alles funktioniert!
Müsst ihr für euer Geld nicht arbeiten dass euch das so egal ist?
Hätte ich jetzt nicht erwartet, dass Fett hilft! Rutscht da die Felge nicht einfach zwischen den Bremsgummis durch wegen der verminderten Reibung?
Naja, selbst wenn's hilft, alle 300km würde bei den meisten hier wohl ca. 1x pro Woche bedeuten, wenn man die LR nicht nur zu ganz besonderen Anlässen montiert - das würde mich auf Dauer schon nerven.
Ich verwende einen amerikanischen Chapstick, dieser hat eine etwas festere Konsistenz als ein Labello, aber probierts einfach aus und ich kann nur von optimaler Bremsleistung und fein zu dosierenden Bremsen berichten. Ich kann mir gut vorstellen daß die neuen Lightweight nicht mit Meinen aus einer der ersten Serien vergleichbar sind und was mich absolut überzeugt ist, diese Felgen sind absolut Robust und ich streiche lieber ab und zu die Felgenflanke ein, daß ist mit Sicherheit weniger Arbeit als ständiges nachzentrieren.
Nachdem was ich hier bereits gelesen habe, möchte ich das Ein oder Andere zum Besten geben.
Habe diese Woche LW Gen 3 geliefert bekommen und auch schon einige Runden damit gedreht. CS scheint seine Hausaufgaben gemacht zu haben.
Bremse mit Swissstopp gelb, wie auch bei meinen Corimas und kann weder Bremsruckeln noch schwache Bremsleistung feststellen. Bin auch schon steile Abfahrten gefahren: dito. Windanfälligkeit ist klar, damit muß man lernen umzugehen. Ansonsten macht es sehr viel Spaß damit zu fahren, leider muß man immer noch pedalieren.
Außerdem ist kein Freilaufgeräusch zu hören, das fehlt ein wenig, ist aber natürlich kein Manko. Bei Unregelmäßigkeiten in Zukunft werde ich gerne sachlich antworten.
Gruß Neumitglied Michel