Cervelo SLC SL – Oliver Jellen
Januar 31, 2011 by Michael
Abgelegt unter Aktuelle News, Light - Bikes
Es ist mal wieder Zeit für die Vorstellung eines Leserbikes. Diesmal nehmen wir das Cervelo SLC SL von Oliver Jellen unter die Lupe. Zielsetzung war hier einen Aerorahmen wie den Cervelo SLC-SL in Rahmenhöhe 58cm ohne abenteuerliche Experimente unter fünf Kilogramm zu drücken. Lassen wir Oliver selbst zu seinem Aufbau zu Wort kommen:
“Eigentlich sollte es ja nur ein neues Bike werden, doch angespornt durch Light-Bikes dachte ich mir, warum nicht mal einen Aerorahmen auf leicht aufbauen. Für mich war extrem wichtig das das Bike absolut alltagstauglich ist und ich es voll fahren kann. Daher habe ich auf solche Dinge wie Alu-Kassette und CFK-Kettenblätter verzichtet. Da ich schwarz/weiß unheimlich mag, und mir die Rahmenform extrem gut gefällt, fiel die Entscheidung auf das Cervelo SLC/SL. Es ist auch noch bis heute der leichteste Aerorahmen vom Cervelo. Das S3 welches ich auch habe ist in gleicher RH doch um ca. 60g schwerer.”
“Bei den Felgen war für mich aus der Erfahrung heraus die LW’s meine Favoriten, die ich zum Glück noch mit Mig/Mag bekommen habe. Mit den DT Naben konnte LW das versprochene Gewicht nicht halten. Da die orig. Stütze mit dem Klemmmechanismus recht schwer ist, hat mir Oliver Grest eine wirklich genialer Kombi gebaut. Nicht nur das sie sehr leicht ist, der Sitzkomfort ist einfach toll. Ich hatte da bis dato noch nie was Besseres. Die orig. Gabel musste auch unbedingt raus, da kam mir THM gerade recht da diese Gabel wie keine andere an den Rahmen passt. THM hat sie mir extra mit einem weißen Schriftzug gemacht.”

“Der leichteste Vorbau kommt von AX-Lightness und da der Lenker vom Axel zu der Zeit noch nicht lieferbar war, habe ich auf alt bewährtes zurückgegriffen was auch perfekt miteinander harmoniert hat. Die Sram-Red liegt mir vom Schaltverhalten sehr, und außerdem lässt sie sich recht leicht tunen. Die Kurbel fahre ich auch auf meinem anderen Rad, und daher war auch dort die Entscheidung recht einfach. Sehr viele von den Infos über leichte Parts habe ich aus Light-Bikes und möchte daher mit dem Bike auch DANKE ans Forum und die User sagen. Alles in allem hoffe ich das Bike kommt gut an und gefällt…”
Die Teileliste im Einzelnen:
Rahmen / Cervelo SLC-SL RH 58 1032
Gabel mit Bremsbelägen / THM Scapula F & Lightweight 352
Ahead Deckel mit Gewinde für Scapula F / Chaliemike 4
Steuersatz / FSA Orbit orig. 46
Bowdenzüge & Hüllen / NOKON Carbon mit Powercordz Züge + Liner 92
Bremse hinten mit Bremsbelägen / AX Lightness Orion tuned & Lightweight 72,4
CFK-Feder für Orion by Charliemike 0,6
Vorbau / AX-Lightness Zeus 110 58
Lenker / Schmolke TLO 44 145
Stützenkombi by Oliver Grest (NORA) 148
Kurbeln / THM Clavicula 172,5 398
Kettenblattschrauben / KCNC 9
Kettenblätter / Stronglight CT2 39/53 120
Kette / KMC X10SL 229
Pedale / Time RXS Carbon 185
Umwerfer / Sram RED tuned 59
Schaltwerk / Sram RED tuned 106
Schaltwerks Innenplatte und Schaltröllchen by Stefan Schäufle 10
Schaltauge / Charliemike 5
Kassette /Sram RED 11/26 170
Abschlussring / Tune Edelzwicker 6
Räder / Lightweight Obermayer Gen. 3 mit Tune Mig/Mag 947
Reifen / Vittoria Crono Evo CS 352
Spannachsen / Tune Skyline 17
Lenkerband / DEDA 12
STI’s / Sram Red tuned 223
Soft Carbon Überzüge / BTP 22
Flaschenhalter / BTP tuned & Schmolke CFK Schrauben 27
Lenkerstopfen / Schmolke Carbon 3
Gesamtgewicht: 4850 Gramm
Auch Lust dein Bike unseren Lesern vorzustellen? Dann bewirb dich unter info@light-bikes.de.
Schönes Wochenende – The Making of a Soulcraft
Januar 28, 2011 by Michael
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Filmemacher Michael John Evans hat einen wirklich sehenswerten Film über die Entstehung eines Soulcraft-Rahmens gedreht. Soulcraft ist in Petaluma, Kalifornien zu Hause. Für alle Carbonfreunde übrigens folgender Hinweis: In dem folgenden Film geht es nicht um schnödes Plastik, hier wird feinster STAHL verarbeitet…
FROM STEEL: The Making of a Soulcraft from michael evans on Vimeo.

Schönes Wochende!
Van Nicholas Astraeus im Praxistest
Januar 24, 2011 by Michael
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Nachdem wir vor einiger Zeit schon die Gelegenheit hatten ein Van Nicholas Tuareg Mountaibike zu testen, war es nun an der Zeit die Rennradsparte der Niederländer unter die Lupe zu nehmen.
Optisch hebt sich das Astraeus deutlich von anderen Titanrahmen ab. Großvolumige, außenprofilierte Titanrohre aus Ti3AL2.5V geben dem Bike ein eigenständiges Äusseres. Dabei handelt es sich um Rohre die mittels Hydroforming, zu deutsch Innenhochdruckformung, in Form gebracht werden. Bei diesem Verfahren wird eine Wasser-Öl-Emulsion mit bis zu 3.000 Bar in ein geschlossenes Formwerkzeug eingebracht.
Rund um das so profilierte Ober- und Unterrohr haben die Schweißer von Van Nicholas einen modern auftretenden Rahmen geschweißt. Abfallendes Oberrohr und 34.9mm Sattelrohr mit 31.6mm Innendurchmesser zeugen vom Versuch die klassischen Werte eines Titanrahmens mit den modernen Anforderungen am Markt zu verbinden.
Campagnolo – elektronische Schaltung
Januar 24, 2011 by Michael
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Lange, schon sehr lange tüffelt man in Vincea an einer elektronischen Schaltung. Zwischenzeitlich hat die Konkurenz aus Japan bekanntlich ein Serienexemplar unters Volk gebracht.
Nun scheint man auch in Italien fast soweit zu sein. Die Fotos eines Pinarello Dogma 60.1 im Movistar-Teamdesign sprechen eine deutliche Sprache:
Wie von Campagnolo gewohnt, findet sich auch an der elektrifizierten Schaltung eine Unmenge an Kohlefaser wieder. Aber leider ist man auch hier gezwungen den Akkupack unschön am Unterrohr zu montieren.
Quelle: PDF-Pinarello.cz
Canonndale Scalpel 2011 – 6980 Gramm
Januar 17, 2011 by Michael
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Pushing the Envelop – so könnte man den Anspruch von Sebastian Roth an seine Bikes verstehen. So auch beim aktuellen Cannondale Scalpel, das in einer 7320 Gramm Konfiguration auf der Eurobike gezeigt wurde. Nun, deutlich über sieben Kilogramm war anscheinend noch zu schwer, denn Sebastian hat den Winter genutzt und das Bike auf 6980 Gramm gedrückt! Das Bike basiert weiterhin auf einem Serien 2011 Scalpel Rahmen und einer Serien Lefty, die durch 88+ getunt wurde.
Sebastian selbst zu seinem Aufbau: “Als Grundgedanke für die Messe 2010 war ein Bike angedacht, dass zeigen soll wie weit die Industrie mit ihren Leichtbau Serienparts fortgeschritten ist. Mein Ziel war also ganz klar ein Fully das unter 7,5kg auf den Rädern steht ohne dabei ewig viele Einzelanfertigungen an sich zu tragen. Da ich dieses Ziel auf der Messe mit 7320g doch sehr klar erreicht habe, wollte ich nun doch mal meinem Tuner-Herz etwas Spielraum geben, und habe das Teil mit ein paar Veränderungen auf unter 7kg abgespeckt. Ich denke das ist ein klares Zeichen wo die Reise in den nächsten Jahren hingehen wird.”
“Wenn man bedenkt das ich hier noch immer eine Serien XX Schaltung inkl. Kette und Kassette verwende, sowie eine Serien Hope Bremsanlage dann ist das doch schon nice! Mir war jedoch wichtig, dass ich wenig Bastelarbeiten an diesem Rad zur Schau stelle. Dass dieses Rad nur Schwalbe FF trägt, liegt daran dass ich an der Serienoptik anknüpfen möchte! Selbst wenn ich einen Rocket Ron verbauen würde wäre ich immer noch sehr leicht. So wie das Rad jetzt ist, könnte es sogar das leichteste mir bekannte Fully mit Scheibenbremse und diesem Federweg sein.”
Die Teileliste:
Bar Grips: Cannondale Soft-Grip
Brakes Rear: Hope Race X2 Team Edition 140mm
Brakes Front: Hope Race X2 Team Edition 160mm
Cables / Housing: Nokon Slim Line 4mm Cannondale Green
Cassette: Sram XX 11/32 10-speed
Chain: Sram XX PC-1090R
Crankset: Cannondale Hollowgram SL with Ceramic Bearings (BB 30)
– Outer Ring: Spider/Chainring-Compo Alu and Carbon 42Z made by Mattias Hellore
– Middle Ring: Alu 29Z made by Mattias Hellore
– Ring Bolts: FSA and Tune K2
Derailleur Front: Sram XX S3 Directmount
Derailleur Rear: Sram XX Medium
Fork: Cannondale Lefty Carbon SL 100mm with 88+ Teamtuning and Carbon Steer Tube
Shock: DT Swiss XR Carbon 165mm
Frame: Cannondale Scalpel size M
Handle Bar: AX Lightness Hera MTB 585mm
Headset: Cannondale SI Ceramic Bearings
Pedals: Crank Brother 4 TI tuned
Quick Releases: Tune Skyline Titan MTB
Seat Combi: Tune Speedneedle with Schmolke Carbon Tube 31,6mm x 300mm (Combi made by J. Mikus)
Seat Binder: Tune Würger Skyline 34,9mm made by BTP
Shifter: Sram XX 10-speed
Stem: Ax Lightness Zeus MTB 110mm
Tire Front: Schwalbe Furious Fred
Tire Rear: Schwalbe Furious Fred
Tubes Front/Rear: Eclise Bicycle Tube
Wheel set (Front): Tune MTB Skyline Cannonball SL 24 Hole with Sapim Superspokes and Xentis Carbon Rim
Wheel set (Rear): Tune MTB Skyline Dezibel SL 24 Hole with Sapim Superspokes and Xentis Carbon Rim
Gesamtgewicht 6980 Gramm

PolyTube Cycles Carbonrahmen-Reparatur
Januar 14, 2011 by Michael
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Schnell ist es passiert – der sündteure Rahmen aus Kohlefaser fällt vor der Eisdiele auf die Seite und im Oberohr ist bestensfalls nur eine kleine Schramme. Ein ungutes Gefühl ist aber dennoch vorhanden. Und Nun? In den Zeiten vergangener Rahmen aus Metall wurde einfach weitergefahren, steckten diese Rahmen solche Belastungen meist ohne Folgen weg. Anders ist es bei Carbonrahmen, schnell sind hier durch eine äussere Einwirkung die Fasern durchtrennt und einzelne Schichten des Laminats beschädigt, man spricht in den in diesen Fällen auch von Delamination. In der Vergangenheit vielfach der Grund für einen neuen Rahmen. Seit einigen Jahren aber haben sich einige kleine Firmen auf die Reparatur von Kohlefaserbauteilen und -rahmen spezialisiert. Mittlerweile werden die Teile so perfekt repariert, dass man sie nicht von neuen unbeschädigten Exemplaren unterscheiden kann.

So auch bei PolyTube Cycles um Kevin Steegman aus Erkelenz. Hier wird so manch totgeglaubter Rahmen wieder zu Leben erweckt. Wer nach einer Reparatur und hausinternen Prüfung dennoch mit Bedenken bezüglich der Haltbarkeit solcher Maßnahmen zu kämpfen hat, kann auf Wunsch zusätzlich die Dienste des Prüfinstituts Velotech in Anspruch nehmen.
Gerade bei hochpreisigen Rahmen lohnt sich die Reparatur in vielen Fällen. Trotz Crash-Replacement einiger Hersteller kann eine Wiederherstellung bei PolyTube Cycles um einiges günstiger sein als ein neuer Rahmen.
Vorgehensweise – Reparatur: (Quelle Carbon-Bike-Check.com)
Kontrolle. Zuerst wird der Schaden über eine Sichtkontrolle aufgenommen. Risse oder Schäden, die gemessen und dokumentiert wurden, werden – wenn möglich – mit einem Endoskope innerhalb des Rahmens begutachtet. Der Rest des Rahmens wird natürlich auch überprüft, um sicherzustellen, dass kein weiterer Schaden vorhanden ist.
Steifigkeitsprüfung. Der Rahmen wird in einen Prüfstand gelegt, um die Steifheit des defekten Rahmens zu messen. Hierbei werde die Spurhaltung, Dreh- und Steifheitswerte aufgenommen, um festzustellen, das keine weiterer Schäden vorhanden sind. Wenn der Rahmen schwächer scheint, als es die sichtbare Schaden erklären können, können zusätzlich thermographische Messungen durchgeführt werden, um versteckte Schäden aufzuspüren.
Freilegen des Schadens. Sobald alle geschädigten Bereiche gefunden worden sind, werden sie geschmirgelt, um die Farbe zu entfernen. Dann werden Carbonschichten nach und nach, sorgfältig in immer kleineren Bereichen entfernt. Dieses ist notwendig, um plötzliche Änderungen in der Steifheit entlang des Rohres zu vermeiden. Andernfalls würden Bereiche mit lokal hoher Druckverteilung verursacht die nach kurzer Zeit zum Bauteilversagen führen. Die unterste Schicht wird nicht entfernt, um eine erforderliche Fläche zum Neuaufbau des Carbons zur Verfügung zu stellen.
Reinigung. Der geschädigte Bereich wird dann gründlich gereinigt und entfettet, um eine gute Bindung der neuen Schichten zu gewährleisten.
Planung des CFK Lagenaufbaus. Auf Basis des Lagenplans des Herstellers und der Lage des Schaden, wird ein neuer Lagenplan konzipiert der eine Festigkeit garantiert, der mindestens der Vorlage entspricht. Häufig ist es nötig, verschiedene Carbonfaser zu benutzen, um diese Ziele zu erreichen.
Legen der Fasern. Unter Verwendung spezieller Epoxy-Kleber werden die Fasern gemäß des vorher bestimmten Konzeptes aufgelegt. Der Rahmen wird dann zur Aushärtung des Epoxy-Kleber einem Vakuum ausgesetzt. Das Vakuum garantiert, dass die Fasern gut verbunden werden und die Luft zwischen den Schichten ausgeschlossen wird.
Vorbereitung des Finish. Nach dem Aushärten wird die Reparaturstelle entpackt, erneut gesandstrahlt und gesäubert. Der Rahmen ist jetzt zum Lackierung bereit, doch zunächst werden erneut die Steifigkeitswerte gemessen, um festzustellen, das die Reparatur auch ihren Zweck erfüllt. Sollte dies der Fall sein, liegen die Messwerte genau in der entsprechenden Spezifikation.
Der letzte Schliff. Jetzt wird der Rahmen lackiert. Dabei kann man die Carbonfasern sichtbar belassen, oder den Rahmen nach Kundenwunsch lackieren. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Zudem gewährt Steegman auf alle Produkte und Reparaturen eine zweijährige Garantie.

Seit einiger Zeit gibt es übrigens eine Kooperation zwischen den drei Testlaboren T-ZfP, Velotech, TPW ROWO und PolyTube-Cycles unter Carbon-Bike-Check.com. Ziel ist das Komplettangebot von Prüfung und Reparatur für Kohlefaserbauteile.
Photos: PolyTube Cycles
Independent Fabrication – Corvid Cyclocross
Januar 10, 2011 by Michael
Abgelegt unter Aktuelle News, Alles andere
Independent Fabrication, bekannt für superbe Stahl- und Titanrahmen haben vergangenen Herbst in Zusammenarbeit mit Enve einen Cyclocross Rahmen im Corvid-Design vorgestellt. Das Besondere daran ist die Optik der Corvid Rahmen, die an alte Stahlrahmen in Muffenbauweise erinnern.



Zu haben ist der Rahmen auch als XS-Version, hier wird die Kohlefaser mit Titan kombiniert. So viel Exklusivität hat leider auch seinen Preis. Ein Corvid Rahmenset inklusive Gabel kostet 5500 Dollar, ein XS sogar knapp 6000 Dollar. Trotzdem: Nett anzusehen sind die Rahmen von Independent allemal…
Mehr Informationen unter IFBikes.com.
Photos: Independent Fabrication
How to pimp your XTR…
Januar 7, 2011 by Flo7
Abgelegt unter Aktuelle News, Selfmade
…oder besser noch: Wie reduziere ich das Gewicht eines Shimano XTR Shadow Schaltwerks auf deutlich unter 100 Gramm, ohne dabei die Optik aus dem Auge zu verlieren. Unser Haustuner Stefan hat sich im Rahmen seines Rewel-Aufbaus dieser Aufgabe angenommen. Herausgekommen ist folgendes Ergebnis:
Zum Vergleich – die Serienversion RD-M972 hat mit seinen 180 Gramm deutlich mehr auf den Rippen:

Alles weitere zum Tuning im Aufbau-Thread im Light-Bikes Forum.
Light-Bikes Forum mit neuer Aufbau-Abteilung
Januar 6, 2011 by Michael
Abgelegt unter Aktuelle News, Intern
Aufbaustories werden schon so lange gerne gelesen, seit die ersten Bikeforen aufgetaucht sind. Von Aufbauten im Adventskalenderstil bis zu Zeitrafferthreads ist alles vorhanden. Viele interessante Ansätze von Scheckbuchbikes, bis hin zu Kompletteigenbauten. Um in Zunkunft diese Beiträge zu fördern haben wir kurzerhand einen neuen Bereich im Light-Bikes Forum implementiert. Unserem ersten Eindruck nach wird dies auch sehr gut angenommen – viele neue interessante Beiträge sind hinzugekommen. Aber auch alte Klassiker wurden dadurch zu neuem Leben erweckt…








Eine kurze Überblick über einige Threads:
Haibike Sleek und Greed im Langzeittest
Januar 2, 2011 by Michael
Abgelegt unter Aktuelle News, Mountainbike
Eine Saison lang haben wir zwei Mountainbikes der Firma Haibike über die heimischen Trails gejagt. Ein Hardtail GREED RC und ein Full-Suspension SLEEK in der Topversion RX boten die Ausgangsbasis für so manche interessante Tour.

Beide Bikes setzen auf HM-Kohlefaserrahmen mit vielen identischen Merkmalen. So bilden Pressfit-Innenlager, voluminöse konische Steuerrohre und ein massives Unterrohr die Ausgangsbasis für hohen Fahrspaß im Gelände. Das diese Features auch auf der Waage nicht zu sehr zu Buche schlagen beweist der Fullie-Rahmen Sleek mit einem Gewicht von 1660 Gramm (ohne Dämpfer) in der kleinsten erhältlichen Größe.

Komplettiert wurden beide Räder mit soliden 32 RLC FIT lockout Gabeln von Fox und Komponenten von Sram und Shimano.
Das Greed mit 100mm Federweg an der Front setzt dabei auf einen Mix aus Shimano XT und Sram XO Teilen. DT Swiss M 1600 Laufräder und eine Avid Elixir CR Bremsanlage treiben das Gewicht des Hardtails auf stattliche 9.7 Kilogramm.
Ganz anders beim Sleek Fully. Srams komplette XX Gruppe wurde hier mit DT Swiss Kohlefaser-Laufräder bestückt. Serienmässig mit DT Swiss XCR 1350 Carbon Laufräder ausgestattet, hatte man unserem Testbike kurzerhand die 1250er Variante spendiert. Das Gewicht liegt somit bei erfreulichen 9.25 Kilogramm. Gedämpft wird das Heck durch einen Fox RP 23 ProPedal Dämpfer, der letztlich 110 Millimeter zur Verfügung stellt.
Den Kontakt zum Boden übernimmt bei beiden Bikes der Schwalbe Rocket Ron Reifen in 2.1er Breite.

Beide Räder steuert man mit Komponenten aus dem Hause Syntace. Im Falle des Sleek mit einem Duraflite-Lenker aus Kohlefaser. Vorbau: Syntace Force 109 – beim Sleek mit Titanschraubenkit.
Auch in der Sitzzone wurde dem Sleek in der Ausstattungsvariante RX einen höherwertigen Selle Italia SLR Kit Carbonio mit Kohlefasergestell spendiert, das Greed kommt hier mit dem Selle Italia SLR XC aus. Beide Bikes verfügen über die hauseigene Kohlefaserstütze Haibike Flex-Post mit 31.6 mm Durchmesser.
Beide Rahmenmodelle gibt es in drei verschiedenen Größen: 44, 49 und 53 cm. Im Preis gehen beide Bikes ebenfalls eigene Wege. Während man beim Hardtail mit rund 3200 Euro davon kommt, werden beim Topmodell der Full Suspensions schon gut 6000 Euro vom Konto gesaugt. Erfreulich – beim 2011er Modell mit Shimanos neuer XTR ist der Preis gleich geblieben. Einzig beim Hardtail werden 100 Euro mehr aufgerufen. Dafür gibt es nun eine Gabel von Magura und Laufräder von Crank Brothers.
Fahreindruck: Während man das Hardtail schon mit einer aktiven Fahrweise zum Bewegen animieren muss, geht das Sleek RX wie die sprichwörtliche Axt im Wald zur Sache. Das geringe Gewicht und die sportliche Geometrie machen das Fully zu einem ehrlichen Racebike, das in jeder Situation nötige Reserven vorhält. Die XX-Gruppe von Sram mit ihrem racetypischen Übersetzungsverhältnis verrichtet auch nach vielen Kilometern treu ihren Dienst. Mit einer Ausnahme. Die am Testrad verbaute XX-Kurbeleinheit mit Q-Faktor 156mm machte sich schnell unbeliebt und schliff beim harten Antritt etwas an der rechten Kettenstrebe. Ein Wechsel auf den breiten Q-Faktor mit 164mm stellte dies Problem ab. Am Greed-Antrieb gab es indes nichts zu bemängeln. Großserienware von Sram und Shimano ist ein Garant für gute Funktion mit Langlebigkeitsfaktor, wenn auch mit reichlich Übergewicht.
Einzig bei den DT Swiss XCR 1250, in der Serie XCR 1350, hat man ein etwas flaues Gefühl in der Magengrube wenn es denn mal etwas härter zur Sache geht. Kohlefaserfelgen im Gelände muss man erst einmal im Kopf sacken lassen, auch wenn die Saison gezeigt hat, dass dieses Misstrauen eher unbegründet erscheint. Ansonsten gibt es nichts zu mäkeln. Steifigkeit en masse, ein effizient arbeitender Hinterbau. Die verbauten Fox-Komponenten dämpfen zuverlässig allzu große Schläge auf den Fahrer und bieten eine Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten für die entsprechende Fahrertype.

Das Greed ist bedingt durch die etwas “gewichtsungünstigere” Komponentenaustattung, subjektiv gefühlt langsamer unterwegs. In der Ausstattungsvariante RX sollte dieser Eindruck aber gerade auf ausgesprochenen Hardtailkursen relativiert werden.
Letztlich hat Haibike gerade mit dem Sleek ein ansprechendes Race-Bike konzipiert, das auch anspruchsvolle Kundschaft zufriedenstellen sollte. Geringes Gewicht, gepaart mit hervoragenden Fahreigenschaften bergab als auch bergauf und auch im Dauerbetrieb soliden Komponenten sollten dem Besitzer nicht nur eine Saison lang Spaß bereiten.
































































