KCNC Testbericht – Part I
9. Juni 2008 von Fraunz
Kategorie: Aktuelle News, Mountainbike, Rennrad

Seit der Vorstellung des großen KCNC-Tests sind ein paar Wochen vergangen und an dieser Stelle berichten wir Euch über unsere ersten Eindrücke.

Die MTB Kurbel ist sauber verarbeitet und relativ leicht. Die Kettenblätter haben Tuningpotential, dass durch Tausch gegen Mitbewerber-Produkte oder „Dremeln“ reduziert werden kann. Die Montage gestaltet sich einfach und simpel, zudem liegt eine ausführliche Anleitung dem Produkt bei. Der erste Fahreindruck ist sehr positiv. Es ist keine Verwindung spürbar, Kettenblatt und Kette berühren zu keinem Zeitpunkt den Umwerfer und eine Auslenkung ist nicht erkennbar. Zum Thema Umwerfer muss man allerdings erwähnen, dass es Probleme mit Topswing Umwerfern geben kann. In Kombination mit dem kurzen 113mm Innenlager kann der Käfig nicht weit genug nach innen schwenken. Abhilfe schafft hier ein Downswing Umwerfer oder eine 118mm Achse. Am besten einfach vor der Bestellung nach einer Empfehlung fragen. Die schmalere Kettenlinie kann aber auch z.B. für 2-Fach Fahrer eine verbesserte Schaltbarkeit, der Kassette bedeuten. Die Kettenblätter schalten sehr gut, im direkten Vergleich zu Shimano auf Deore XT-Niveau – XTR Kettenblätter haben mehr Steig- und Fallhilfen. Wie halbar das Innenlager ist, wird sich im Laufe des Tests zeigen.

Die Barends sind absolut sorglos. Erfreulich war das geringe Anzugsmoment, (3Nm) welches ausreichte um den Stummeln halt auf dem Syntace Duraflite zu geben. Die Riffelung liegt angenehm in der Hand, die Länge ist ebenfalls ausreichend. Zum Vergleich, die Smica´s sind ca. 15mm kürzer und dabei schwerer. Wer die Stopfen entfernt, wird mit 6g Gewichtsersparnis belohnt. Findige Bastler verschließen die Löcher mit Deckeln aus Kohlefasern oder kürzen die Stopfen ein.


Die KCNC Sattelschnellspanner gefallen uns durch ihre gute Passgenauigkeit, Verarbeitung und Klemmkraft. Die Hebel sind zwar kurz, dafür schneiden sie sich jedoch nicht so sehr in die Finger ein wie die Tune Spanner. Die Gewinde machen einen soliden Eindruck und geben beim einschrauben ein „sattes“ Gefühl wieder. Alle Kontaktpunkte wurden sauber abgeschmiert, dies ist leider nicht immer selbstverständlich.


Alexander Köhler benötigte beim Montieren und Einrichten der Bremsen etwas Geduld, da sich an der Hinterradbremse der Schraubbolzen in die Unendlichkeit drehte, was aber recht schnell repariert war. Letztendlich ist das Setup ähnlich des einer Zero Gravity-Bremse und somit – bis auf die etwas langatmige Zentrierung – relativ einfach. Ein Plus für die Bremse ist die leichte Zerlegbarkeit, falls Einzelteile eloxiert werden sollen. Die Bremsschuhe machen einen soliden Eindruck und besitzen zudem eine Finne an der Unterseite. Dieses Rudiment vergangener Tage, diente zur schnellen Justage der Bremsschuhe bei Laufradwechseln o.ä., sorgt aus Perspektive des Leichtbaus aber eher für unnötiges Gewicht. Die Triple-Compound-Bremspads sorgen auf Aluminiumfelgen für solide Verzögerungswerte.

Die beigelegten Carbonpads wurden bisher nicht verwendet. Das Bremsverhalten bezeichnet Alexander als gewöhnungsbedürftig. So vermittelt die Bremse beim kräftigen Zupacken ein weiches und später dann hartes Gefühl, woran auch die Führungsnut beider Bremsarme, zur Erzeugung einer parallelen Bewegung, nichts ändern kann. Die Bremskraft ist ebenbürtig mit einer Zero Gravity, kann aber nicht an eine Dura Ace heranreichen, ein Vergleich den Viele angestellt haben, der aber unrealistisch erscheint. In den folgenden Wochen sollen die Bremsen vermehrt auf längeren Abfahrten getestet werden.

Die keramikgelagerten Schaltungsröllchen fallen durch angenehm leisen Lauf auf und verrichten bisher ihre Arbeit unauffällig und präzise.

Michael Maage testet derzeit die 122 Gramm schwere Aluminium-Scandium-Titan-Kassette und ist bisher zufrieden, so ist sie relativ geräuschlos für eine Aluminium-Kassette und wechselt die Gänge recht harmonisch, ist aber im direkten Vergleich zum Original von Campagnolo in Sachen Performance dennoch unterlegen. Ein leichter Verschleiß ist aluminiumtypisch schon nach wenigen hundert Kilometern sichtbar, dass Ausmaß bzw. die restliche Haltbarkeit ist allerdings noch nicht zu deuten.

Die Laufradschnellspanner gefallen Michael und Alexander gleichermaßen gut. Sie sind sehr leicht, sehr gut verarbeitet und funktionieren recht gut. Die leider etwas kurzen Hebel machen den Radwechsel etwas schwerfälliger als bei Tune und Co.
Der zweite Teil des Test wird an dieser Stelle innerhalb der nächsten Tage zu lesen sein…
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Ich hab eine solche kassette seit etwa 3000 km am renner im einsatz , Tatsache ist das ich noch NIE eine solch schlecht schaltende kassette am laufen hatte !
Die Schaltröllchen (auch 3000 km ) machen keinerlei negativen eindruck
Also ich bin der Meinung das man beim Leichtbau bei manchen teilen Kompromisse eingehen sollte
statt Dich seit 3000km darüber zu ärgern ?
Funktion vor Leichtigkeit
LB sollte die Funktion nicht einschränken.
Sorry,
aber die Kassette funktioniert bei mir garnicht.
Es sei denn man hat nen Antritt wie meine Mutti.
Bei mir rutscht die Kette ab dem ersten Scandium Ritzel über.
Ich kann nur davon abraten... Das Ding schimmelt seit dem in meinem Keller vor sich hin!!!
Grüße....
... mag ich auch haben wollen. :-)
statt Dich seit 3000km darüber zu ärgern ?
Funktion vor Leichtigkeit
LB sollte die Funktion nicht einschränken.
Naja 150 euro für 2 monate , da muß man einfach noch ne weile büßen ,
Ich habe noch vergessen zu erwähnen das sich das bronzefarbene eloxal auf den grossen ritzel schnell löst , und sie dadurch auch noch sehr häßlich aussieht !
Da möcht ich mal die von leichtkraft sehen .......
Da löst sich bei mir bis jetzt noch nichts ab.
fahre das isis innenlager seit gut 3000km. läuft nachwie vor super, wie am ersten tag. schaltrollen das gleiche. vorbau hält ebenso. nur bei der sattelstützenklemmung bekomme ich langsam angst. hat jetzt etwa 5000km weg ( unter anderem im crosser gewesen ). und dieses rohr ( keine ahnung wie man es nennt ), wo die beiden schrauben durchgehen, um sattel zu fixieren hat sich schon etwas verbogen. also da würde ich punktabzug geben. achso wiege 70 kilo falls daß für die beuerteilung wichtig ist. ansonsten sind die teile aber nach wie vor ein absoluter preis-leistungs tip!
Es heißt Joch und sollte bei Beachtung der Anzugsmomente nicht verbiegen. Kann man außerdem nachkaufen oder das von einer AX-Lightness passt auch.
ah danke. naja mit dem anzugsmoment ist das so eine sache. bei dem angegebenen haben schlichtdie sättel nicht gehalten. gut möglich daß es etwas höher ist. aber wenns die einzeln gibt ist ja gut.
werd sie trotzdem auch ans mtb bauen.
Hallo,
wenn Ihr Probleme mit Euren KCNC Produkten habt, wendet Euch doch an den deutschen Importeur PITWALK!! Die helfen in der Regel schnell und unbürokratisch.
www.pitwalk.eu oder direkt unter vertrieb@pitwalk.eu
Kette rechts
kann es sein, daß die besagte Kassette zwar ohne Spacer auf einen 9fach Freilauf aber nicht auf einen 10fach Freilauf (wegen Überlänge der Kassette ) passt

mit der Bitte um Abhilfe
Stefan
Mach halt nen Spacer rein.
Wenn du keinen hast, hat evtl. noch einer hier im Forum einen übrig oder hier bestellen: http://bike-components.de/catalog/Ka...ssette+10-fach
Edit:
Sind die 10fach-Freiläufe eigentlich nicht kürzer als die 9fach?
Bei deinem ersten Posting denkt man der Freilauf hat Überlänge.
Danke für den Hinweis, schon geändert
trotzdem irgend eine Idee ?
Dremel mal auf der Rückseite der Kassette mit 1-2mm Abtragung am "Anschlagbereich" kreisen lassen? denn ein DA Verschlußring greift auf einem 10fach FL mit max 1! Windung
Ich würde die Kassette mal zu einem Dreher geben sofern genug Material zum Abtragen da ist.
hab ich auch schon überlegt, aber der einzige Dreher dem ich sowas anvertrauen würde ist mein Vater und da weiß ich nicht wann er seine Bank wieder in Betrieb nimmt.
In welchem mm Bereich bewegt sich denn der Unterschied zwischen 9 und 10fach in der Aufnahmelänge?
Normalerweise in der Breite dieses Rings den ich gepostet habe. Ist jetzt grob geschätzt 0,75mm. Allerhöchstens 1mm. Müsste ich aber jetzt eine Kassette demontieren und messen.
hab auch keine Lust extra alles Funktionierende zu demontieren
wäre es nicht sinnvoller die kassette zurückzu schicken und denen zu sagen das die nicht mit nem 10fach freilauf passt falls es dies tun sollte? denn fräst du da 1-2mm ab so kommt das doch alles den speichen nahe und das schaltwerk hüpft dir eher ins rad usw.
ich hätte mal noch ne andere frage. wie siehts denn mit der v-brake aus? bremskraft bzw -verhalten ( wiege so etwa 70 kilo + - )? und wichtig die arme sind ja nur knapp 100mm lang und damit gut 20 kürzer wie bei anderen bremsen. welche reifen sind nochfahrbar?
werd zwar max. 2.1 zoll fahren aber welche passen von der höhe?
sagt mal bin ich blind?
sollte nicht noch ein zweiter part vom Kcnc-test veröffentlicht werden?
oder hab cih einfach was überlesen?
mfg pappie
Wie schnell nützt sich eigentlich die Farbe (Eloxat) der Schaltungsröllchen ab? Würde mich echt mal interessieren...
Gruß Mega
nach 700km sind die kontaktstellen auf jeden fall blank, zwischendurch habe ich nicht nachgesehen. da wo die kette nicht drüberläuft bleibt das eloxal natürlich auch unberührt
OK, danke, das wollte ich wissen
.
Gruß MEGA
hi,

also bei mir sehen sie nach ca. 1200 km so aus.
PS:Ich weiß, dass meine ritzel nicht die saubersten sind