LEW Pro VT-1 im Test
15. März 2008 von Michael
Kategorie: Aktuelle News, Rennrad
Nach der letztjährigen qualitativ schwachen Vorstellung der LEW Pro VT-1 Felgen in Sachen Verarbeitung, wollten wir uns 2008 erneut von der Verarbeitungsqualität der teuren Felgen aus Las Vegas überzeugen.
Dazu stellt uns derzeit Adrien Gontier von Roues Artisanales einen Satz 275 Gramm schwere LEW Felgen mit Tune MIG70/MAG180 Naben in 20 und 28 Loch zur Verfügung. Am Vorderrad sind die eingesetzten DT Swiss Aerolite radial eingespeicht, am Hinterrad konventionell in dreifach gekreutzer Anordnung mit zusätzlicher Bindung.





Unser erster Eindruck des handwerklich perfekt eingespeichten Radsatz übertrifft unsere Erwartungen. Im Gegensatz zum Lochfraß der letzten Modelle, oder auch eines aufgebauten Radsatzes eines Lesers, sind diese Modelle frei von jeglichen Lufteinschlüssen oder sonstigen Schönheitsfehlern.




Der komplette Radsatz kommt trotz hoher Speichenzahl auf nur 1043 Gramm und brilliert bei einem ersten kurzen Test um den Häuserblock mit hervorragender Seitensteifigkeit.


Der Einsatz von Uli Fahls MIG45/MAG150 oder Bram Moens M5 Naben und die Reduzierung der Speichenzahl am Hinterrad auf vierundzwanzig würde das Gewicht schnell weit unter die 1000 Gramm Marke drücken. Der Preis für unsere Version liegt bei rund 1.550 Euro, der Einsatz von leichteren Naben lässt den Preis ruckzuck über die 2000 Euro Grenze schnellen.

Aber auch so werden wir uns nun in den nächsten vier Wochen ausführlich mit dem Laufradsatz beschäftigen und danach unser Fazit an dieser Stelle ziehen.
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Eine Frage am Rande - seit wann darf/ kann man Aerolites verbinden/ verlöten?
Ich wollte das mal so haben vor zwei Jahren, aber der Wunsch konnte mir nicht erfüllt werden vom Österreich Vertrieb.
warum sollte man das nicht dürfen!? enzieht sich mir der sinn.
Entweder es geht aus technischer Sicht nicht oder er meinte dass es bei Aerolites keinen Sinn macht - ich weiß es leider nicht mehr genau.
Aber gut zu wissen dass es funktioniert - da wird mein Cross LRS wohl im Sommer eingeschickt werden.
wüsste ich auch mal gern, warum man aerolites nicht binden und löten sollte. mein dv 46 ul und meine mv32t sind jeweils mit dt aerolites ausgestattet und bei beiden sätzen sind die speichenkreuze am hr gebunden und gelötet.

es wird wohl eher daran liegen, dass es nicht mehr viele laufradbauer für nötig erachten oder es einfach nicht drauf haben.
der biber kanns
Hi,

ich kenne das löten/binden bisher nur von LW, Mavic oder LEW.
Was hat das denn für Vorteile? Mehr Seitensteifigkeit? Ist es also empfehlenswert alle gekreuzten Speichen zu "verbinden"?
ich kenne das löten/binden bisher nur von LW, Mavic oder LEW.
Was hat das denn für Vorteile? Mehr Seitensteifigkeit? Ist es also empfehlenswert alle gekreuzten Speichen zu "verbinden"?
Ein LRS von mir hat das auch, bin top zufrieden damit. Ob ich weniger zufrieden wäre ohne das Binden? K.A.
Bei ener flachen Felge mit wenig Speichen merkt man wahrscheinlich schon einen Unterschied, bei einer Aerofelge wahrscheinlich weniger.
Sorry, der Laufradsatz sind an deinem Rad einfach zum
aus.
ich weiß



daher "gefallen" mir persönlich auch nur radsätze bis max. 35/38mmm felgenhöhe an dem rad...
so wie hier:
...er fährt sich aber wirklich sehr gut. bocksteif und schnell
Die Eurus sehen optisch noch einen Tick besser an dem Rad aus.
zwischenstand von der front:
die räder fahren sich recht gut, steif, schnell...
leider gibt es ein unregelmässiges knacken am hr, was ich auf die speichenbindung zurückführe.
auch in sachen bremsbeläge hab ich das optimum noch nicht gefunden.
scharze "normale" swissstop bremsen recht gut - quitschen aber, dass einem die ohren abfallen.
gelbe yellowking bringen ähnliche ergebnisse, aber leider schmieren diese die feinen poren der felge derart zu, das nach 3-4 ausfahrten die räder mit starkem bremsrubbeln nerven.
derzeit teste ich einen satz swissstop lw edition - kein quitschen, aber leider veringerte bremsleistung gegenüber gelb und schwarz.
alles in allem gestaltet sich die suche nach dem besten belag für die LEW etwas schwierig.
Bzgl. Bremsbelaege wollte pk0r doch mal eine Empfehlung ausgesprochen haben, oder ?!
Swissstop grün als klare Empfehlung, gerade und insbesondere auch im Nassen bzw. hinsichtlich des Verschleiss.
Wäre nach eigener Erfahrung sowie anhand der Labortests auch meine 2. Wahl, wobei jedoch in allen Belangen (Trocken-/Nassperformance/Verschleiss) leicht schlechter als die grünen, dennoch auf gutem Niveau.
Die schwarzen Swissstop hatten bei mir jedoch auch nicht einmal nur den Ansatz eines Quietschens gezeigt.
Ansonsten funktionieren alle Standardbeläge, sei es von Shimano, Campa, SRAM oder sonst wen. Alle wurden natürlich nicht (unter Laborbedingungen) getestet. Ich werd an geeigneter Stelle mal Tests mit den populärsten Pads nachholen versuchen.
Swissstop gelb oder sonstige Carbonbeläge mögen zwar auch funktionieren, sind aber definitiv nicht meine Empfehlung. Neben der äußerst eingeschränkten Nassbremsperformance, haben sie in den Labortests überdies erhöhten Verschleiss bis hin zum Zerbröckeln gezeigt. Bei Trockenheit funktionieren sie noch akzeptabel.
Felgenschädigend ist übrigens keiner der am Markt erhältlichen Rennradbeläge.
...dann werde ich nochmal die grünen swissstop zu rate ziehen.
Hi miteinander!

@ Michael
also das Knacken durch die Bindungen kann ich mir bei DEM Anblick durch aus vorstellen.
Da scheint wohl jemand einen schlechten Tag gehabt zu haben.
Habe selber zwei LR-sätze aufgebaut (Trecking & RR) mit Binden + Löten an Revos und quäle sie mit 85kg seit 5000/3000km durch die Berliner Bordstein- und Schlaglochsavanne ohne daß sie Schlag bekommen, noch irgend welche Geräusche von sich gibt.
Bei Interesse kann ich auch gerne Bilder von den zierlichen Bindungen reinstellen.
Ich fahre die LEW mit Campa Record Original, nach kurzer Einlaufzeit bremsen diese wirklich sehr gut, fast auf Aluniveau. Im Nassen konnte ich Sie bisher nicht testen.